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Ende einer Ära

Letzter Otto-Katalog im Druck

22. November 2018

Der letzte Otto-Katalog ist im Druck. Nach fast 70 Jahren verlegt das Hamburger Unternehmen Otto die Präsentation seiner Waren weitgehend ins Internet, wo es inzwischen auch 97 Prozent seiner Bestellungen generiert.

Als der erste Otto-Katalog 1950 erschien, war es eigentlich nur eine braune Papphülle, von einer gelben Schnur festgehalten und drinnen waren ein paar Fotos von Schuhen. Heute für uns kaum vorstellbar, dass so ein Katalog zum Kaufen animieren konnte. Das Internet gab es damals noch nicht, vor dem Katalog ging man ins Geschäft oder liess sich direkt was schneidern. Jetzt konnte man zu Hause so einen Katalog in die Hand nehmen und in Ruhe aussuchen. Das Prinzip funktioniert auch heute noch, allerdings vor dem Computer oder mit einem Smartphone. Was macht den Reiz dieser Art des Kaufens aus? Fragen an Martin Gessmann, Professor für Professor für Kultur- und Techniktheorien und Ästhetik an der Hochschule für Gestaötung in Offenbach.

Autor/-in: Tom Grote
Länge: 3:56 Minuten
Datum: Donnerstag, 22. November 2018
Sendereihe: Online | Radio Bremen

Der Aufwand für die Produktion und die Verteilung des Katalogs lohne sich nicht mehr, sagte ein Sprecher. Künftig werde es in unregelmäßigen Abständen kleinere Spezialkataloge zu Sonderthemen wie Technik oder Garten geben oder kleine Modekataloge zum Saisonwechsel. Die Otto-Kataloge gehörten ebenso wie die Druckwerke der Konkurrenten Neckermann und Quelle über Jahrzehnte zum Alltagsleben in Deutschland. Sie erschienen in Spitzenzeiten bis zu vier Mal jährlich, umfassten mehr als 1.000 Seiten und wurden in zweistelligen Millionenauflagen gedruckt. Otto ist der einzige große Versandhändler in Deutschland, der den Sprung von der Katalog-Ära ins digitale Zeitalter geschafft hat.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 22. November 2018, 10:10 Uhr

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