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Frischer Wind in der CDU?

Merkels Rücktritt auf Raten

30. Oktober 2018

Manchmal geht es doch sehr schnell. Eigentlich hieß es vor der Landtagswahl in Hessen noch, diese Wahl wird nicht entscheidend sein für die Große Koalition. Doch jetzt, nach der Wahl, ist alles anders. Kanzlerin Angela Merkel gab bekannt, dass sie im Dezember nicht mehr für den CDU-Vorsitz zur Verfügung steht.

Angela Merkel teilt auf einer Pressekonferenz mit, dass sie nicht weiter für den CDU-Vorsitz kandidieren wird [Quelle: DPA, Lian Zhen]
Angela Merkel tritt nicht wieder als Parteivorsitzende der CDU an. [Quelle: DPA, Lian Zhen]

Wolfgang Bosbach ist CDU-Politiker und saß bis Oktober 2017 im Deutschen Bundestag. Auch ihn hat die Entscheidung der Kanzlerin überrascht. Dass sie ihre Position als Kanzlerin vorerst nicht abgeben möchte, ist für Bosbach die richtige Entscheidung.

Das hätte mit Sicherheit zu erneuten Turbulenzen in der Koalition geführt. Wahrscheinlich auch zu relativ raschen Neuwahlen. (…) Dann hätten wir uns monatelang wieder nur mit uns selbst beschäftigt, und nicht mit den Sorgen der Menschen.

Wolfgang Bosbach

Wolfgang Bosbach ist CDU-Politiker und saß bis Oktober 2017 im Deutschen Bundestag. Auch ihn hat die Entscheidung der Kanzlerin überrascht. Dass sie ihre Position als Kanzlerin vorerst nicht abgeben möchte, ist für Bosbach die richtige Entscheidung.

Autor/-in: Anja Goerz
Länge: 4:14 Minuten
Datum: Dienstag, 30. Oktober 2018
Sendereihe: Der Morgen | Bremen Zwei

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Merkels Rücktritt auf Raten

Annegret Kramp-Karrenbauer, Jens Spahn und Friedrich Merz sind nur drei der Namen, die derzeit im Gespräch für Merkels Nachfolge gehandelt werden. Wolfgang Bosbach hat keinen klaren Favoriten, er freue sich aber das Friedrich Merz antreten möchte. 

Dass mit einem neuen Parteivorsitz direkt eine neue Ausrichtung der CDU einher ginge, sei nicht ganz richtig, meint der 66-Jährige. Im Wesentlichen entscheide Partei und Fraktion in Gänze die Marschrichtung. Wie sich Angela Merkels Rücktritt auf die Wählerstimmen niederschlagen werde, sei offen, sagt Bosbach.

Ob es der Union hilft hängt jetzt ganz entscheidend davon ab, wie wir diesen Nachfolgeprozess managen. Wie wir miteinander umgehen: Ob das stilvoll geschieht oder stillos.

Wolfgang, Bosbach

Der Kommentar: Merkels Rückzug

Nach der Landtagswahl in Hessen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel angekündigt, beim bevorstehenden CDU-Parteitag nicht mehr für den Vorsitz der Union kandidieren zu wollen. Bei der nächsten Bundestagswahl will sie auch nicht mehr als Abgeordnete antreten, damit kann sie dann auch nicht mehr Kanzlerin werden – das Ende der Ära Merkel hat sie gestern also offiziell selbst eingeläutet. Wie geht es jetzt weiter? Ein Kommentar von Frank Überall.

Merkels Rücktritt auf Raten [2:19 Minuten]

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"Berlin Backstage": Merkels Rücktritt auf Raten [4:12 Minuten] Sind die Volksparteien am Ende?

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 30. Oktober 2018, 7:10 Uhr

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