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Masterplan "Green City"

Bremen bewirbt sich um Fördergelder

23. August 2018

Der Bund will den Städten helfen, dass ihre Bewohner in Zukunft bessere Luft zum Atmen haben. Weil die Autoindustrie jahrelang getrickst hat, haben die Dieselmotoren nicht den gewünschten Effekt in den Städten gebracht. Nun hat der Bund deshalb den Autoherstellern 500 Millionen Euro abgeknöpft und gibt dieselbe Summe noch mal dazu: Eine Milliarde Euro sollen an die Städte gehen, damit die sich Ideen einfallen lassen, um die Luft sauberer zu halten. Auch Bremen will sich um diese Fördergelder bewerben.

Im Bremer Bürgerpark [Quelle: Radio Bremen]
Der Bürgerpark ist bereits Bremens grüne Lunge.

Dafür wurde ein 150 Seiten umfassender Masterplan mit dem Titel "Green City" entworfen. Es geht um umweltfreundliche Transportsysteme, Die Stadt Bremen bewirbt sich mit einzelnen Projekten. Das Umweltressort hofft auf etwa zehn Millionen Euro, die es abschöpfen könnte.

Kernpunkte sind unter anderem der Ausbau von Carsharing und Fahrradwegen – Maßnahmen, die Bremen ohnehin auf der Agenda hat. Der Lieferverkehr, vor allem im Innenstadtbereich, soll vermehrt mit Elektro-Fahrzeugen abgewickelt werden. Unter anderem sollen LKW ihre Lieferungen auf Elektroautos oder E-Bikes umladen, bevor sie die Geschäfte in der Innenstadt anfahren.

Die Bremer Straßenbahn AG hat am Masterplan mitgearbeitet. Ihr Wunsch ist es, mehr Elektrobusse einsetzen zu können. BSAG-Vorstandssprecher Hajo Müller hofft auf ein Umdenken der Autohersteller, um diese Busse liefern zu können. Derzeit fahren nur zwei Elektrobusse testweise durch Bremen.

Die deutsche Industrie hat diese Entwicklung komplett verschlafen.

Hajo Müller, BSAG-Vorstandssprecher

Kommentar zu diesem Thema:
Keine klare Ansage: Bremens "grüner" Masterplan

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 23. August 2018, 11:10 Uhr.

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