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Kulturförderbericht

Zukunft der Bremer Kulturszene

Gespräch mit Reporterin Christina Loock

19. September 2018

2020 ist das Stichjahr des Länderfinanzausgleichs. Es geht um 500 Millionen Euro, die Bremen bekommen soll. Am 18. September 2018 wurde in der Kunsthalle der Kulturförderbericht diskutiert. Eingeladen hatte die Kulturbehörde. Bremen-Zwei-Reporterin Christina Loock war bei der Veranstaltung mit Bürgerdialog dabei.

Ulrike Almut Sandig bei Poetry on the Road 2017 [Quelle: Radio Bremen]
Es geht auch um die Förderung von Projekten wie das erfolgreiche Festival "Poetry on the Road".

Zukunft der Bremer Kulturszene [4:41 Minuten]

Bremen Zwei: Worum geht es in diesem Kulturförderbericht ?

Christina Loock: Den Kulturbericht muss man sich vorstellen wie eine Bestandsaufnahme von allen Kultureinrichtungen und Kulturakteuren und Möglichkeiten die Angebote auszubauen und zu erweitern, also den jetzigen Wünschen und Bedürfnissen der Bremer anzupassen. Darin sind Ziele enthalten, die sich der Senat setzt, und die mit den Bremer Institutionen (Theatern, Veranstaltungshäusern, Stadtbibliotheken, den Museen) in Zukunft umgesetzt werden sollen.

Der Kulturförderbericht ist eine an die 300 Seiten lange Übersicht, die weiter wächst, und jetzt mit interessieren Bürgern diskutiert wurde. Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz, Kultur-Chefs aus Bremen-Nord, die Leiterin der Stadtbibliothek, die Intendanten des Theater Bremens und freischaffende Künstler waren dabei und haben ihre Ansätze zur Kulturförderung in Bremen vorgetragen, genauso wie Bürgermeister Carsten Sieling. Es gab eine elfköpfige Runde auf dem Podium und im Publikum über 100 Interessierte, die nach ein paar Reden Fragen und Impulse geben konnten.

Bremen Zwei: Was wurde gefragt?

Christina Loock: Es ging um Vielfalt: wie können die jetzigen Angebote in den einzelnen Stadtteilen noch ausgebaut werden? Auch die Frage nach Werbemaßnahmen kam von einem Musiker des Barockorchesters in Bremen. Für die bedeutet Flyer und Plakate drucken und verteilen nämlich enormer zeitlicher und finanzieller Aufwand. Und die Frage nach einem gemeinsamen "Werbeportal" wurde gestellt. Vor allem das Thema "Frühförderung" kam im Publikum an.

Bremen Zwei: Was sind die Ziele?

Christina Loock: Die Kulturangebote in den einzelnen Stadttteilen sollen gefördert werden, weil vor allem viele Kinder und Jugendliche oft nur selten aus ihren Quartieren herauskommen. Es soll eine viel stärkere Zusammenarbeit der einzelnen Institutionen geben. Damit sich Kulturmacher untereinander besser austauschen können, müssen sich mehr vernetzen. Es soll mehr Fördergelder geben, so der Wunsch der Beteiligten, um kostenlose Angebote zu schaffen, damit mehr Menschen ins Theater, ins Museum oder zu Konzerten gehen können. Nach Carsten Sieling solle in Bremen die "Kultur zugänglicher" gemacht werden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 19. September 2018, 13:20 Uhr

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