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"Fridays for Future"

Eine Generation fühlt sich missverstanden

15. März 2019

Sie sind die letzte Generation, zumindest wenn man das Alphabet zu Hilfe nimmt. Die Rede ist von der sogenannten Generation Z – also jenen, die nach 1995 geboren sind. Und von denen ist derzeit viel die Rede, insbesondere an Freitagen. Denn sie sind jeden Freitag auf der Straße und demonstrieren bei den "Fridays for Future" für einen besseren Klimaschutz.

Schülerinnen und Schüler bei einer Demo zum Klimaschutz. [Quelle: Radio Bremen, Martin von Minden]

Christian Scholz ist Wirtschaftswissenschaftler an der Universität des Saarlandes. Er hat ein Buch geschrieben über eben diese Generation Z und sagt, dass die derzeitigen Demonstrationen kein klassischer Generationenstreik zwischen Alt und Jung sei. Die Werte und Strukturen seien ganz andere.

Die Politiker haben gar nicht gesehen, dass die Jugend dieses Thema schon auf dem Schirm hat.

Christian Scholz, Wissenschaftler

Sie sind die letzte Generation, zumindest wenn man das Alphabet zu Hilfe nimmt. Die Rede ist von der sogenannten Generation Z – also jenen, die nach 1995 geboren sind. Und von denen ist derzeit viel die Rede, insbesondere an Freitagen. Denn sie sind jeden Freitag auf der Straße und demonstrieren bei den "Fridays for Future" für einen besseren Klimaschutz.

Autor/-in: Tom Grote
Länge: 4:14 Minuten
Datum: Freitag, 15. März 2019
Sendereihe: Bremen Zwei | Bremen Zwei

Die Behauptung Jugendliche seien unpolitisch, hielt der Wissenschaftler schon immer für falsch. "Die Jugend ist durchaus politisch im Sinne von 'Sie hat Interesse an politischen Themen.'" Woran diese Generation aber kein Interesse habe, seien die Politiker selbst und ihre Positionen.

Keine Interessenvertretung

Themen wie Klimaschutz, Gerechtigkeit und Arbeit sind die Themen, die die Jugendlichen beschäftigen und Auswirkungen auf ihre unmittelbare Zukunft haben. Außerdem hätten sie das Gefühl, dass ihre Interessen nicht vertreten werden, so Scholz.

Der Punkt, der für die Generation Z so frustrierend ist, ist der, dass es keine Gesprächsbasis gibt. Wenn ich denke, dass wir jetzt gar nicht mehr über die Klimaziele diskutieren, sondern die Klimaziele werden runtergeschraubt und es wird ein Klimakabinett gebildet – das ist grotesk. Christian Scholz, Wissenschaftler

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 15. März 2019, 8:20 Uhr.

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