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Zum Tode von Wilfried Minks

Erinnerungen an Hübner und den Bremer Stil

14. Februar 2018

Der Bühnenbildner und Theaterregisseur Wilfried Minks ist am Dienstag im Alter von 87 Jahren in Berlin gestorben. Das teilte die Akademie der Künste mit, deren Mitglied Minks seit 1994 war. Minks hatte zusammen mit Peter Zadek, Kurt Hübner, Peter Palitzsch, Rainer Werner Fassbinder und anderen am Bremer Theater unvergessene Bühnenbilder geschaffen, beispielhafte Inszenierungsarbeit geleistet und den "Bremer Stil" geprägt.

Bühnebild von Wilfried Minks [Quelle: DPA, Rolf Kruse]
Bühnenbild im Concordia von Wilfried Minks "Bremer Freiheit". [Quelle: DPA, Rolf Kruse]

Marcus Behrens, der damals noch zu jung fürs Theater war, als Minks seine bis heute bekannten Bühnenbilder im Theater am Goetheplatz geschaffen hat, hat Wilfried Minks im Jahre 2001 einmal getroffen und mit ihm über die Zeit in Bremen gesprochen. "Auch dieses Gespräch liegt mittlerweile mehr als 15 Jahre zurück, aber ich habe nicht vergessen, wie ich mit Wilfried Minks in seiner damaligen Hamburger Wohnung saß, über dem Sofa hing ein gigantisch großer Minks – der Mann malte schließlich auch selbst. Er hat Bühnenmalerei gelernt – und jedes Wort, das er über seine Arbeit in Bremen sagte, wurde von diesem Bild bestätigt.

Bremen war für Minks mehr als nur eine Station

In Erinnerung ist vor allem bestimmt der überdimensionale Comic-Strip aus der Schiller-Inszenierung "Die Räuber" mit Bruno Ganz in der Hauptrolle und auch das riesige Kreuz auf dem Bühnenboden des Concordia-Theaters bei Rainer-Werner Fassbinders Inszenierung "Bremer Freiheit".

Wilfried Minks ist am 13. Februar 2018 im Alter von 87 Jahren in Berlin gestorben. Für die Fernsehdokumentation "Von der Freiheit eines Theatermenschen" hatte Marcus Behrens im Jahre 2001 mit Minks in seiner Hamburger Wohnung gesprochen. Erinnerungen an einen goßen Bühnenbildner und Regisseur.

Autor/-in: Britta Lumma
Länge: 4:32 Minuten
Datum: Mittwoch, 14. Februar 2018
Sendereihe: Online | Radio Bremen

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Hier hat Minks angefangen, auch selbst Regie zu führen – was er danach mehrere Jahrzehnte lang sehr erfolgreich und beachtet an allen möglichen Theatern im deutschsprachigen Raum fortgeführt hat – aber: Kurt Hübner war sein Wegbereiter. Hübner hat Minks aus Ulm mit nach Bremen gebracht. Minks wäre sicher auch ohne seine Zeit am Bremer Theater berühmt geworden. Aber hier hat er sich austoben dürfen – fast grenzenlos. Minks schuf Bühnenbilder, die für sich selbst eine Aussage hatten, die alleine stehen konnten – und die für viele Gesprächsstoff in den Pausen und nach den Vorstellungen im Theater am Goetheplatz sorgten in den 1960er und frühen 1970er Jahren.

2010 erhielt Minks den Theaterpreis "Der Faust" für sein Lebenswerk. Am 21. Februar hätte er seinen 88. Geburtstag erreicht.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 14. Februar 2018, 12:10 Uhr

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