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Frankfurter Buchmesse 2018

Bücher, Bücher, Bücher

15. Oktober 2018

Zum 70. Mal , vom 10. bis 14. Oktober, lief die größte Bücherschau der Welt in Frankfurt am Main. Wir berichteten live, trafen Autoren, informierten über den Ehrengast Georgien und kommentierten die neuesten Trends.

Besucher auf der Frankfurter Buchmesse 2018 [Quelle: Imago, Star-Media]
Seit dem 10. Oktober dreht sich in Frankfurt wieder alles um Bücher. [Quelle: Imago, Star-Media]

Friedenspreis an Aleida und Jan Assmann

Aleida Assmann und Ehemann Jan Assmann [Quelle: DPA, Corinna Assmann]
Aleida Assmann und Ehemann Jan Assmann [Quelle: DPA, Corinna Assmann]

In der in der Frankfurter Paulskirche wurden zum Abschluss der Buchmesse das Wissenschaftlerpaar Aleida und Jan Assmann den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. Ihr Themenfeld ist die Erinnerungskultur. In ihrer Dankesrede appellieren sie an Europa und an die Besinnnung auf ein gemeinsames kulturelles Gedächtnis, tradierte Werte nicht einfach über Bord zu werfen. Rainer Volk stellt die beiden Preisträger vor.

Aleida und Jan Assmann erhalten Friedenspreis 2018 [4:08 Minuten]

Fahnen der Frankfurter Buchmesse [Quelle: Frankfurter Buchmesse, Peter Hirth]

Zwei Stunden live von der Buchmesse

Zum 70. Mal ist die Frankfurter Buchmesse Treffpunkt für Verlage, Autoren und Leser. Bremen Zwei sendet live vom Messegelände und schaut zwei Stunden lang auf die Ereignisse, Kuriositäten und Besonderheiten des 2018er Herbstjahrgangs. Esther Willbrandt und Katrin Krämer berichten und führen Autorengespräche.

Live von der Frankfurter Buchmesse, 1. Stunde [30:25 Minuten] Live von der Frankfurter Buchmesse, 2. Stunde [31:52 Minuten]

"Mein erstes Mal Buchmesse"

"Hier ist noch alles möglich" – das ist der Titel des Debütromans von Gianna Molinari, und das ist sicher auch etwas, das man von der Frankfurter Buchmesse behaupten kann. Gianna Molinari hat es in diesem Jahr mit ihrem Erstlingswerk auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft. Außerdem ist sie zum ersten Mal als Autorin bei der Buchmesse dabei und begeistert. „Es ist mir hier in Frankfurt nochmal vor Augen geführt worden wieviel Bücher es überhaupt gibt.“

Autor/-in: Andree Pfitzner
Länge: 4:52 Minuten
Datum: Donnerstag, 11. Oktober 2018
Sendereihe: Bremen Zwei | Bremen Zwei

"Hier ist noch alles möglich" – das ist der Titel des Debütromans von Gianna Molinari. Molinari hat es in diesem Jahr mit ihrem Erstlingswerk auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft. Außerdem ist sie zum ersten Mal als Autorin bei der Buchmesse dabei – und begeistert: "Es ist mir hier in Frankfurt noch mal vor Augen geführt worden, wie viele Bücher es überhaupt gibt."

Viel aufregender als die Buchmesse war für die Autorin der Moment, als ihr Buch endlich in den Handel kam. In "Hier ist noch alles möglich" geht es um eine Frau, die als Nachtwächterin in einer Fabrik arbeitet. Als ein Wolf auf dem Fabrikgelände vermutet wird, soll die Protagonistin diesen fangen. Gianna Molinari sitzt bereits an ihrem zweiten Roman. Über den möchte sie aber noch nichts verraten.

Brauchen wir noch eine Buchmesse?

Es werden 286.000 Besucher erwartet. Trotzdem gibt es einen Abwärtstrend in der Buchbranche. Kann eine Buchmesse daran etwas ändern? "Die Frankfurter Buchmesse war – und sollte es auch immer noch sein – eine Geschäftsmesse. Da sollte über Konditionen und Lizenzen verhandelt werden – stattdessen werden dort Schulklassen durchgeschleust", stellt der Kulturredakteur Jürgen Deppe fest. Es sei toll, wenn Menschen sich für Literatur interessierten. Die Frankfurter Buchmesse sei aber keine Verkaufsmesse, dort können keine Bücher gekauft werden.

Büchertürme auf der Buchmesse in Frankfurt [Quelle: Radio Bremen]
Jedes Jahr wieder: Büchertürme auf der Buchmesse in Frankfurt

Die Aussteller blieben unter sich um Geschäfte zu machen – nur Buchhandel finde heute nicht mehr Face to Face statt, sondern im Netz, so Deppe. Dort würden die Rechte gehandelt und die großen Geschäfte gemacht. "Die ganze Messe ist ein unglaublicher großer Ausgabefaktor für die Aussteller und da stehen die Einnahmen nicht unbedingt dagegen.

Brauchen wir die Frankfurter Buchmesse? [4:00 Minuten]

Deutscher Buchpreis für Inger-Maria Mahlke

Mit dem Deutschen Buchpreis wird jedes Jahr direkt vor der Frankfurter Buchmesse der Roman des Jahres ausgezeichnet. Sechs Bücher standen auf der Shortlist: Gewonnen hat ihn die Autorin Inger-Maria Mahlke für ihren Roman "Archipel". Ein Gespräch mit Literaturredakteurin Esther Willbrandt über die Gewinnerin und ihren Roman.

Autor/-in: Hendrik Plaß
Länge: 4:39 Minuten
Datum: Dienstag, 9. Oktober 2018
Sendereihe: Der Morgen | Bremen Zwei

Die Berliner Schriftstellerin Inger-Maria Mahlke hat den Deutschen Buchpreis 2018 für ihren Roman "Archipel" bekommen. Die Jury bezeichnete das Buch, das als beste literarische Neuerscheinung des Jahres im deutschsprachigen Raum prämiert wurde, am Montagabend als "eindrückliches Ereignis". Die 40-jährige Autorin, deren Werk im Rowohlt-Verlag erschienen ist, habe einen faszinierenden Blick für die feinen Verästelungen in familiären und sozialen Beziehungen. Die Dankesrede der Autorin wurde zu einer Solidaritätsadresse an die vor kurzem entlassene Rowohlt-Verlegerin Barbara Laugwitz. Mahlke hob deren "harte Arbeit" und Begeisterung für Bücher hervor. Laugwitz sei sich immer bewusst gewesen, "dass ein Autorenleben und künstlerische Produktion fragile Prozesse sind".

Kritik an Personalentscheidung

Der Wechsel an der Spitze des Rowohlt-Verlags, der zum Holtzbrinck-Konzern gehört, hat in den vergangenen Wochen für erheblichen Wirbel in der Branche gesorgt. Zahlreiche prominente Autoren – auch Mahlke – haben dagegen protestiert.

In dem Roman Mahlkes geht es um drei Familien aus unterschiedlichen sozialen Klassen, in denen die Geschichte Spaniens Brüche und Wunden hinterlässt. "Gerade hier verdichten sich die Kolonialgeschichte und die Geschichte der europäischen Diktaturen im 20. Jahrhundert", urteilte die Jury. Die in Hamburg geborene Autorin, die in Lübeck aufwuchs, hat einen Teil ihrer Kindheit auf der Kanareninsel verbracht. Sie studierte an der Freien Universität Berlin Jura und arbeitete zuerst am Lehrstuhl für Kriminologie, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete.

Verleihung des Deutschen Buchpreises: Zusammenfassung des Abends [3:31 Minuten]

Vorschau auf den Messejahrgang 2018

Im Inneren des neuen Frankfurter Pavillon statt.  [Quelle: DPA, Arne Dedert]
Blick in den neuen Frankfurter Pavillon. [Quelle: DPA, Arne Dedert]

Blickfang ist der erstmals auf dem zentralen Messeplatz errichtete Frankfurt Pavillon. Es erinnert an eine Muschel und bietet eine Bühne für Lesungen und Diskussionen. 7.000 Aussteller haben sich einen Platz auf der 70. Frankfurter Buchmesse gesichert, rund zwei Drittel der Verlage stammen aus dem Ausland. Eine Vorschau, worauf sich die Buchmessengänger und Leserinnen und Leser im Bücherherbst 2018 freuen können, von Hendrik Heinze.

Der Messejahrgang 2018 [3:24 Minuten]

Gastland: Georgien

Am 8. Oktober 2018 wird als 'Vorspiel' der Deutsche Buchpreis verliehen. Am Tag darauf ist dann die eigentliche Eröffnung. Im Zentrum steht dieses Jahr ein Land, dessen Name Anfang des 14. Jahrhunderts erstmals auftauchte – und zwar als Name für den Raum östlich vom Schwarzen Meer und südlich des großen Kaukasus: Georgien. Die historische Weltkarte von damals befindet sich heute im Literaturmuseum in Tiflis. Was man über das Land mit der einzigartigen Sprache und der großen literarischen Tradition wissen muss, weiß Nadine Kreuzahler.

Autor/-in: Nadine Kreuzahler
Länge: 3:09 Minuten
Datum: Sonntag, 7. Oktober 2018
Sendereihe: Bremen Zwei | Bremen Zwei

Seit 1976 begrüßt die Frankfurter Buchmesse in jedem Jahr ein anderes Land als Ehrengast. Das Gastland präsentiert seine Literatur und Kultur auf der Messe, in der Stadt Frankfurt und an weiteren Orten. Aus dem diesjährigen Gastland Georgien kommen 70 Autorinnen und Autoren, darunter Nino Haratischwili, die ihre georgischen Geschichten auf Deutsch schreibt, und Nana Ekvtimishvili, die im Ausland eher als Filmregisseurin bekannt ist.

Nino Lejava: Leiterin der Böll-Stiftung in Georgien – Gesprächszeit auf Bremen Zwei Nino Haratischwili, 1983 in Georgien geborene Autorin Georgien für Einsteiger - Wochenserie auf Bremen Zwei

Die Verlage befinden sich in einer Umbruchsituation

Während sich die Buchbranche in einem Umbruch befindet, behaupten sich besonders kleinere Verlage mit Neugründungen. Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des deutschen Buchhandels und Verlegerin Elisabeth Raabe sprechen mit Bremen Zwei über die aktuellen Trends in der Verlagsbranche.

Autor/-in: Kathrin Krämer, Hendrik Plaß
Länge: 4:30 Minuten
Datum: Freitag, 12. Oktober 2018
Sendereihe: Bremen Zwei | Radio Bremen

Können Bücher noch die Welt verändern und wie erfolgsversprechend sind Neugründungen in der Verlagsbranche? Print ist noch lange nicht tot und während sich die Branche in einem Umbruch befindet, behaupten sich besonders kleinere Verlage mit Neugründungen. Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des deutschen Buchhandels und Verlegerin Elisabeth Raabe sprechen mit Bremen Zwei über die aktuellen Trends in der Verlagsbranche.

Besucher der Buchmesse vor hohen Bücherregalen. [Quelle: Radio Bremen]
Das riesige Buchangebot lockt viele Besucher in die Hallen.

Kulturelles Großereignis

Mehr als 7.000 Aussteller aus 102 Ländern präsentieren ihre Buchneuheiten in diesem Jahr zunächst einem Fachpublikum und dann der Allgemeinheit in Frankfurt. Dabei geht es vor allem ums Geschäft. Nirgendwo auf der Welt werden mehr Medienrechte gehandelt als auf der Frankfurter Buchmesse: Bücher, Hörbücher, aber auch Spiele, Filme und vieles mehr.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 14. Oktober 2018, 12:05 Uhr

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