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Auf bestem Wege

Waldausflug im Hasbruch

Picknick zwischen uralten Eichen in Ganderkesee

9. August 2019

Unserer Reporterin Ariane Wirth gab "Zur dicken Eiche" in ihr Navi ein und schon ging es in den Wald im Hasbruch in Ganderkesee. Hundertjährige Eichen und Buchen prägen diesen Wald, dazu Rehe, Wildschweine und scheinbar unberührte Natur. Erleben Sie hier noch einmal unsere aktuelle Folge aus der Bremen-Eins-Serie "Auf bestem Wege".

Wanderung durch den Wald im Hasbruch in Ganderkesee [Quelle: Radio Bremen]

Im Sommer spenden die Bäume schönen Schatten auf der Wanderung.

Wanderung durch den Wald im Hasbruch in Ganderkesee [Quelle: Radio Bremen]

Der Wanderparkplatz am Ortsrand Westerloge

Die alte Jagdhütte, 1858 errichtet. [Quelle: Radio Bremen]

Die alte Jagdhütte, 1858 errichtet.

Wanderung durch den Wald im Hasbruch in Ganderkesee [Quelle: Radio Bremen]

Im Sommer spenden die Bäume schönen Schatten auf der Wanderung.

Wanderung durch den Wald im Hasbruch in Ganderkesee [Quelle: Radio Bremen]

Ein idealer Ort für ein Picknick

Die Friederikeneiche oder auch die Königin des Hasbruchs [Quelle: Radio Bremen]

Die Friederikeneiche oder auch die Königin des Hasbruchs

Die Amalieneiche [Quelle: Radio Bremen]

Die Amalieneiche – Sie brach am 10. Februar 1982 zusammen.

Wanderung durch den Wald im Hasbruch in Ganderkesee [Quelle: Radio Bremen]

Der Rundweg im Naturschutzgebiet Hasbruch ist gut ausgeschildert.

Ausflugskarte Hasbruch

Wenn Sie beeindruckend alte Eichen oder Buchen aus nächster Nähe sehen wollen, dann müssen Sie gar nicht so weit fahren. Zwischen Delmenhorst und Oldenburg im Hasbruch gibt es ein großes Laubwaldrevier, in dem Sie Bäume betrachten können, die dort bereits bis zu 1.000 Jahre stehen.

Vom Wanderparkplatz sehe ich sofort die Info-Tafel über den Rundwanderweg im Hasbruch. Ich kann mich entscheiden, entweder links oder rechts herum zu gehen. Ich entscheide mich für links, um die sieben Kilometer lange Wanderung zu beginnen.

Und sofort bin ich in der Natur. Hier höre ich nur meine Füße, wie sie über die schmalen Sand- und Schotterwege laufen. Am Wegesrand ragen mehrere hundert Jahre alte Eichen und Buchen in den Himmel. Und immer wieder kommen mir Fußgänger entgegen.

Uralter Wald mit reicher Tierwelt

Sie sind begeistert von dem Waldweg, auf dem man, wenn man aufmerksam ist, viele Vögel beobachten und hören kann. Rehe, Wildschweine – man sieht hier alles. Der Hasbruch ist ein sehr alter Wald und besteht als solcher seit mehreren hundert Jahren ohne Unterbrechung. Deshalb gibt es hier noch eine große Artenvielfalt.

Besondere Sehenswürdigkeiten sind auf dem Rundweg ausgeschildert. Zum Beispiel die Amalieneiche – auf sie stoße ich nach gut einem Drittel meiner Tour. Sie ist ein Magnet für die Besucher. Die Eiche ist am 10. Februar 1982 umgefallen, im stolzen Alter von 1.250 Jahren. Sie war das Symbol des Hasbruchs, verrät mir ein Schild.

Jagdhütte aus dem 19. Jahrhundert

Der Rundwanderweg führt mich weiter, und nach knapp der Hälfte komme ich zu einer alten, grünen Hütte. Groß sieht sie nicht aus. Ich schätze sie auf 30 bis 40 Quadratmeter. Es ist eine Jagdhütte, die den Forstleuten bei schlechtem Wetter als Unterschlupf diente. Auf einer Infotafel stehen weitere Informationen für die Besucher. 1856 soll die Hütte beantragt und ein Jahr später gebaut worden sein. In der Nachkriegszeit diente sie vier Familien als Zuhause, doch so viel Platz scheint darin nicht zu sein. Ich würde gerne auch einmal hineinschauen, doch das ist nicht möglich. Schön wäre es, wenn außen Fotos vom Inneren angebracht wären. Dafür stehen Tische und Bänke um die alte Hütte, die eine kleine Brotzeit zwischendurch ermöglichen.

Picknick mit Blick auf 1.000-jährige Eiche

Ungefähr zehn Minuten weiter stoße ich auf eine Reihe alter Baumstämme. Von hier aus kann ich die "Königin des Hasbruch" – die Friederikeneiche sehen. Sie ist die älteste noch lebende 1.000-jährige Eiche im Hasbruch und ein perfekter Ort zum Picknicken. Man findet im Wald überall Platz zum Picknicken, aber der Baumstumpf wirkt wie eine Sitzecke, die die Natur extra dafür gemacht hat.

Nach drei Stunden bin ich wieder am Parkplatz angekommen. Verlaufen habe ich mich nicht, denn der Rundwanderweg ist mit roten Pfeilen gut ausgeschildert. Nur wer den Pfad verlässt, der könnte sich vielleicht ein bisschen verirren.

Ariane Wirth

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 10. August 2019, 10:45 Uhr

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