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Auf ein Wort

Heiliger Geist

Von Ulrike Oetken

9. Juni 2019

Die Europawahl ist vorbei. Mir war sie wichtig. Ihnen auch? Ich wünsche mir, dass sich Europa als gemeinsames Projekt der europäischen Staaten weiter entwickeln wird. Hoffentlich wird es immer mehr Zusammenwachsen, Verständnis und Neugier aufeinander geben. Hoffentlich. Denn Verstehen und Verständnis macht Arbeit und ist manchmal anstrengend. Man braucht sehr viel Geduld und Toleranz dazu. Und einen guten Geist.

Die Idee der Völkerverständigung ist alt. Mindestens so alt wie die Bibel. In der Pfingstgeschichte wird dort erzählt, wie die Jünger Jesu nach seiner Himmelfahrt sich ziemlich kraftlos und resigniert zurückgezogen hatten in ihre eignen vier Wände. Es musste erst ein starker Geist wie ein Wind Fenster und Türen aufreißen und sie auf die Straße treiben. Da fanden sie ihre Sprache wieder und begannen zu predigen. Das Ganze fand in Jerusalem statt. Menschen aus vielen Ländern lebten dort und wunderbarerweise verstanden sie alle, was die Jünger da sprachen.

Das Pfingstwunder ist ein Wunder der Verständigung. Ich sage: Verständnis und Verstehen ist immer wunderbar. Und es gehört dazu ein bestimmter Geist. Ich nenne ihn den Heiligen Geist. Heute ist sein Tag. Pfingsten.  Der Tag des Heiligen Geistes und der Verständigung über Grenzen hinweg.

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