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Auf ein Wort

Die Bibel ist wie ein Gespräch

Von Pastorin Ulrike Oetken

10. Mai 2020

Liebe, Eifersucht , Mord und Totschlag, Krieg, Versöhnung, Güte und Mitgefühl. Die Bibel ist ein erstaunliches Buch. Es gibt darin nichts, was es nicht gibt. Das ganze Leben in all seinen Spielarten kommt darin vor. Bunt, wild, schön, schrecklich. Wunderbar. Es gibt darin Geschichten, die von Menschen erzählen. Solche, die mir bekannt vorkommen. Und solche, denen ich noch nie begegnet bin.

Jemand hat einmal gesagt: Jede Geschichte der Bibel enthält ein Problem oder einen Konflikt. Und in jeder Geschichte ist auch ein Ausweg angelegt oder ein Ansatz zu einer Lösung. Aber nicht auf dem Präsentierteller. Wer die Bibel liest, muss selber suchen und finden.

Die Bibel ist wie ein großes Gespräch. Es reden mit: Menschen damals und Menschen heute. Sie reden miteinander und sie reden mit Gott. Im Gespräch geht es hin und her. Manchmal geht es hitzig zu, manchmal, versöhnlich. Manchmal lustig, aber auch ernst. Je nachdem, wer da gerade von wo aus und wann mitspricht. Das, was das Gespräch am Laufen hält ist: Liebe. Die Lust zum Leben. Und ein tiefes Zusammengehörigkeitsgefühl aller, die da mitreden.

Was die Bibel nicht ist: ein Werkzeugkasten, aus dem man einfach einzelne Sätze  heraus nehmen kann, wie einen Hammer und damit irgendwo draufschlagen. Wer das tut, ist raus. Nicht mehr im Spiel. Und wer ohnehin nicht aus Liebe, sondern aus Hass spricht, der disqualifiziert sich gleich selbst.

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