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Auf ein Wort

"Das ist ein Fasten, wie ich es liebe…!"

Von Martina kleine Bornhorst

1. März 2020

Am letzten Mittwoch, dem Aschermittwoch, wurde den katholischen Christen im Gottesdienst das Zeichen des Aschekreuzes auf die Stirn gezeichnet und dazu die Worte: "Gedenke Mensch, du bist Staub und zu Staub kehrst du zurück."

Asche ist Abfall, schmutzig, scheinbar wertlos. Asche steht auch für die Vergänglichkeit. Asche ist aber mehr: Man kann damit reinigen und polieren und im Garten ist Asche ein Düngemittel. Asche unterstützt somit Wachstum und Leben. Wir Christen erwarten ein neues anderes Leben nach der Fastenzeit! Wir Menschen leben in Spannungen und Gegensätzen, nach der Karnevalszeit  ist Fastenzeit! Humor und Freude begleiten uns durch den Alltag, die Endlichkeit des Lebens und der Tod sind weniger präsent!

Diese Zeit bis Ostern ist nun keine Zeit , um in Sack und Asche zu gehen, vielmehr ist sie auch eine Zeit der Umkehr und Erneuerung. In der Bibel, im Buch Jesaja wird der Sinn des Fastens so beschrieben: "Das ist ein Fasten, wie ich es liebe: die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen, die Versklavten freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen, an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, die Obdachlosen und Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen."

Fastenzeit ist somit viel mehr, als auf Essen und Trinken zu verzichten, es ist eine Zeit der Erneuerung. Es ist eine Zeit, gewohnte und eingefahrene Wege zu verlassen. Viele Ratgeber geben uns dazu Anregungen: Zeit verschenken, Zeit in der Natur verbringen und die Schöpfung beobachten, sich über die kleinen Dinge des Alltags freuen, Freude verschenken, weniger Essen und Trinken, Verzicht auf Auto, Fernsehen und den Umgang mit Smartphone und Tablet, Verzicht auf Rechthaberei und Schimpfworte, Verzicht auf schlechte Laune und eine Haltung der Dankbarkeit einzuüben.

Ich greife noch einmal das Bild der Asche auf: Die Fastenzeit bedeutet für mich, mein Leben zu reinigen und zu polieren. Es wird heller auch durch die Betrachtung von Leid und Tod. Die Vergänglichkeit ist ein Bestandteil von mir und hilft mir mit Freude und Humor meinen Alltag zu meistern. Es hat etwas von Frühlingserwachen. Und ich liebe den Frühling, wo neues Leben erwacht, wie in der Natur, so auch in mir, ein Hauch von Frühling.

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