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Auf ein Wort

Fastentid

Von Hans-Gerd Martens

23. Februar 2020

Jedeneen, de mit Karneval anne Gangen is, för denn is nu jo so richtig Halligalli ansäch. Morgen is Rosenmondag. In Brämen, dat Rio innen Norden, dor gung dat joa letzte Wäk hoch her, bie Samba Karneval. In Ganderkesee, dor sünd se nu togangen. Güstern weer dor de grode Umzuch, un dor fiert se noch bit morgen.

Dorno heet dann dat denn: So, nu koomt iwi mol all woller runner. Av Middewägen köönt Mogen un Läber moll to Ruhe koomen, Fastentied is ansäch. Manche Lüü hevt dat jo all achter sick, de dröge Tied ohne Alkohol, innen Januar, op needütsch heet dat denn Dry January. Over offiziell, dor fangt de Fastentied an Aschermiddewägen an. Wie jedet Johr hett sich de evangelische Kark wooller n'Motto överlech. Un dor geiht dat bloß opn ersten Blick dorum, op irgendwat to verzichten. 2020 heet dat Motto: Toversicht, säben Wäken ohne Pessimismus.

Ick glöv, de Schwartmolerei, de kann jedeneenen gern links legen loten. Do grote Frog is jo bloß: Wie mok ich dat eegentlich, eenfach ne roso Brill upsäten? Wenn dat so simpel weer. De Lüüe, de sick dat Motto överlegt hevt, de meent, vesökt dat doch mol mit Gottvertroen. Also, perfekt sünd wie Minschen sowieso all mol gor nich. Fähler passert jeden Dach. Dat is immer so wään, un trotzdem geiht de Welt nich ünner. Wenn wie tosamen hoolt, wenn die Familie un de Freunde dor sünd, denn kriecht wie dat all henn, wat op us tokummpt. Un de dor boben, de ist jo ok noch door.

Also, ick för mienen Deel, ick kann got opn Pessimismus verzichten. Un ick freu mi all op de Fastentied, de säben Wäken bit Ostern, jeden eenzelnen Dach mitn Grinsen int Gesicht.

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