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Sternsinger

Von Dieter Wekenborg

5. Januar 2020

Die drei sind ein Erfolgstrio. In diesen Tagen ziehen sie wieder durch die Straßen und bringen den Segen Gottes zu den Menschen: die Sternsinger. Die Aktion Dreikönigssingen gibt es seit 1959. Sie ist die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Es gibt 300.000 Sternsinger in Deutschland. Wichtig ist dabei der 6. Januar. Das ist der Feiertag der Heiligen Drei Könige. Rund um diesen Tag findet die Aktion statt. Mädchen und Jungen verkleiden sich als Könige und gehen von Haus zu Haus und sammeln Geld für gute Zwecke. Sie singen ein Lied über die Geburt von Jesus und bringen den Segen in die Häuser und Wohnungen. Also: Sie wünschen allen Menschen Gutes im Namen Gottes.

Bei der Aktion Dreikönigssingen gibt es in jedem Jahr einen neuen Schwerpunkt. In jedem Jahr steht ein anderes Land im Vordergrund. In diesem Jahr geht es um den Libanon. Ein Land, in dem lange Krieg herrschte. Heute ist es dort friedlich.

Aber im Nachbarland Syrien sieht es anders aus. Seit 2011 leben daher 1,2 Millionen Flüchtlinge im Libanon. Es gibt Probleme vor allem bei der Gesundheitsversorgung und bei der Bildung der geflüchteten Kinder. Es gibt zu wenig Plätze in den Schulen des Landes. Das Geld, das die Sternsinger sammeln, geht in dieses und andere Projekte.

Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst ist zum Beispiel ein solcher Partner. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Flüchtlingsdienstes unterstützen geflüchtete Menschen im Libanon. Sie helfen Kindern, damit sie in die Schule gehen können. Es gibt Hausaufgabenhilfe und verschieden Freizeitangebote. Oder sie helfen dabei, dass Menschen medizinisch versorgt werden.

Seit Beginn der Sternsingeraktion im Jahr 1959 wurden insgesamt eine Milliarde Euro gesammelt. Allein bei der Aktion 2019 kamen über 50 Millionen Euro an Spenden zusammen. Das ist sicherlich beachtlich. Doch viel wertvoller ist es, dass Kinder und Jugendliche verstehen lernen, wie wichtig ein Leben in Frieden und Gerechtigkeit für unsere Welt ist. Und vor allem, dass sie selbst daran mitwirken können, dass Frieden und Gerechtigkeit möglich wird.

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