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Auf ein Wort

Ewigkeitssonndach

Von Hans-Gerd Martens

22. November 2020

So, dat Johr is vorbie, jedenfalls dat Karkenjohr. Dat endt mitn Ewigkeitssonndach oder wie vääl Lüe ok seggt, mitn Doensonndach. Traditionell watt vondagen an die Minschen dach, de vergangenet Johr sturben sünd.

Innen Gottesdeenst weerd de Nomen von de Versturbenen vorlääst und dor sünd disset Johr ok vääl Nomen dorbie, de an eene Krankheit sturben sünd, de wie Anfang 2020 noch överhaupt nich käänt hevt. Covid-19, eegentlich ne komische Beteeknung för ne Krankheit. Dat klingt eher non Science-Fiction-Film. Allerdings, wenn man sick de Bilder ut de Intensivstationen ankick mit de Schläuche und Masken, denn is dat von Science Fiction un Butenirdischen gör nich so wiet wech.

Die Doen sünd over Wirklichkeit. För allen Dingen öllere Minschen inne Heime hätt dat schlimm dropen. Familien kunnen nich mol Afschied nähmen von eere Angehörigen. Corona mokte dat unmöchlich. Und ok Beerdigungen gevt dat bloß noch mit ganz wenigen Troergästen.

Weltwiet sünd jetzt ungefähr eene Million Minschen no eene Corona-Infektion sturben, dorunner ok so manchet bekannte Gesicht. Stellverträend för vääle annere ton Bespill Roy Horn. De mit sienen Partner Siegfried un de witten Tiger johrlang grote Stars in Las Vegas weern. Roy heede eegentlich Uwe Ludwig Horn und ursprünglich keem he ut Nordenham. Dat givvt bestimmt noch den eenen oder anneren Nordenhamer, de Roy noch von fröher käänt. Roy haar jo 2003 den schlimmen Unfall mit eenen von de witten Tiger. Domols hett Roy noch knapp överlävt. Covid-19 nu allerdings nich mehr. Ok an emm wat viellich vondagen annen Ewigkeitssonndach irgendwo dach.

Over vondagen geiht dat nich bloß um trorige Gedanken, Christen verbind mit dissen Dach ok de Hoffnung, at dor noch wat kummp no disset Läben, nämlich een ewiget Läben.

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