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Bremen Eins Musik Größte Alben

Die größten Alben aller Zeiten

Janis Joplin – "Pearl"

27. Juni 2019

Keine andere weiße Sängerin konnte den Blues so singen und so fühlen wie sie: Janis Joplin. Kurz nach ihrem Tod im Oktober 1970 erschien ihr Album "Pearl". Es wurde ihr erfolgreichstes. "Die größten Alben aller Zeiten" – Bernd Schleßelmann über "Pearl".

Keine andere weiße Sängerin konnte den Blues so singen und so fühlen wie sie: Janis Joplin. Kurz nach ihrem Tod im Oktober 1970 erschien ihr Album "Pearl". Es wurde ihr erfolgreichstes. Bernd Schleßelmann über "Pearl".

Länge: 2:58 Minuten
Datum:
Sendereihe: Der Vormittag


Der Hit

Den Song "Me And Bobby McGee" übernahm Janis Joplin von Country-Sänger Kris Kristofferson. Die beiden waren im Frühling 1970 ein Paar. In ihrer Version wurde aus dem Country-Song natürlich ein Blues. Ursprünglich ging es darin um eine Frau namens Bobby, so dass Janis Joplin ihn für sich umschreiben musste. Er wurde wenige Monate nach ihrem Tod als Single veröffentlicht und stand im März 1971 auf Platz eins der amerikanischen Pop-Charts. In Deutschland reichte es immerhin noch für Platz acht.

Janis Joplin [Quelle: Starstock/Photoshot]
Janis Joplin [Quelle: Starstock/Photoshot]

Die Kritiken

Die Art, wie Janis Joplin die Worte förmlich rausstößt, hat sich seit den Tagen ihrer Zusammenarbeit mit Big Brother & the Holding Company nicht geändert. Die drei schnellen Stücke "Move over", "Half moon" und "Buried alive in the Blues" sind klassische Meisterwerke des modernen Rock'n'Roll, vergleichbar etwa mit den Blues-Rock-Aufnahmen der Doors auf ihrem "Morrison-Hotel"-Album. "Sounds"

"Pearl" spricht dafür, dass Joplin vielleicht nicht nur die beste Bluessängerin der Ära, sondern tatsächlich die beste Sängerin des Augenblicks war. Bei "A woman left lonely" fällt es schwer, nicht an Größen wie Besse Smith zu denken. Doch Joplin wusste sich auch zu vergnügen – man höre nur "Me and Bobby McGee" und "Mercedes Benz." Aus "1001 Alben – Musik, die sie hören sollten, bevor das Leben vorbei ist"

Das Cover

Janis Joplin sitzt grinsend auf einem viktorianischen Sofa. Drink und Zigarette dürfen nicht fehlen. Dieses legendäre Foto wurde von Barry Feinstein gemacht, der in den 60er Jahren zu einem der bekanntesten Fotografen der Musikszene gehörte. Er fotografierte auch für George Harrison und die Rolling Stones. Mit Bob Dylan war Feinstein sogar befreundet. Er begleitete den Songwriter auf mehreren Tourneen und veröffentlichte den Bildband "Real Moments" mit zahlreichen Fotos von Dylan. 

Bernd Schleßelmann

Titelliste
TitelDauer
Seite A
Move Over (Janis Joplin)3'40
Cry Baby (Jerry Ragovoy, Bert Berns)3'55
A Women Left Lonely (Dan Penn, Spooner Oldham)3'26
Half Moon3'50
Buried Alive In The Blues (Nick Gravenites)2'23
Seite B5:52
My Baby (J. Ragovoy, Mort Shuman)3'43
Me And Bobby McGee (Kris Kristofferson, Fred Foster)4'28
Mercedes Benz (Janis Joplin, Michael McClure)1'45
Trust Me (Bobby Womack)3'14
Ge It While You Can (J. Ragovoy, M. Shuman)3'22

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 27. Juni 2019, 11:45 Uhr

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