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Bremen Eins Musik Größte Alben

Die größten Alben aller Zeiten

T. Rex – Electric Warrior

19. September 2019, 11:45 Uhr

Er löste die "T.Rextasy" aus: Für knapp drei Jahre war Marc Bolan mit seiner Band T. Rex der König des Glam-Rock. Und mit dem Album "Electric Warrior" begann 1971 sein Aufstieg. "Die größten Alben aller Zeiten": Bernd Schleßelmann über "Electric Warrior".

Länge: 2:41 Minuten
Datum:
Sendereihe: Online | Radio Bremen

1971 war Marc Bolan nicht mehr zu halten. Erst die beiden Nummer-Eins-Hits "Hot love" und "Get it on" - und dann der Knaller "Electric Warrior". Der Mann, der sich das Gitarrespielen selbst beigebracht hatte, war der neue britische Superstar und schrieb Hits wie am Fließband. Ein neues Genre lag in der Luft – der Glam-Rock. David Bowie und Marc Bolan gingen voran und viele folgten den neuen Glitzer-Idolen mit Sternchen, Federboas und Plateauschuhen. The Sweet, Slade, Suzi Quatro und Steve Harley waren nur einige der Stars. Ihre Erinnerungen an Marc Bolan und die Anfänge des Glam-Rock:

Andy Scott (The Sweet): "Es war Bolan, der die ganze Sache Ende 71 so richtig ins Rollen brachte. Wir traten bei einer Preisverleihung in Deutschland auf, weil man uns gesagt hatte, wir hätten gewonnen. Doch er wurde stattdessen ausgezeichnet. Jedenfalls gingen wir alle auf die Bühne und da war er, in seiner glänzenden Jacke und der Satin-Schlaghose. Im Vergleich dazu sahen wir wie Entertainer aus dem Kinderfernsehen aus."

Marc Bolan sitzt vor einem Tonbandgerät (Archivbild) [Quelle: Imago, Zuma Press]
Marc Bolan [Quelle: Imago, Zuma Press]

Dave Hill (Slade): "Yeah, das Glitter-Ding war Bolan. Er war der Erste, den ich mit dieser Träne unter dem Auge sah. Er wirkte sehr charismatisch, und als extrovertierter Mensch gefiel mir das. Man konnte seine Augen kaum von diesem Typen abwenden. Er wusste außerdem, wie er vor der Kamera zu agieren hatte. Danach fing auch ich an, mir Glitter unter die Augen zu schminken."

Suzi Quatro: "Diese Explosion fühlte sich für mich wie das natürliche Gegengift zu Peace & Love an. Alle hatten diese bedeutsamen Protestsongs geschrieben, und da musste einfach wieder Spaß rein. Und diese verrückten Outfits. Mein Gott! Die meisten Männer zogen sich wie Frauen an. Als ich 1971 aus den USA nach Großbritannien kam, war das ein Kulturschock für mich." 

Steve Harley: "Gab es da Rivalitäten? Meine Wimperntusche ist schwärzer als deine? Klar, aber selbst die Intellektuellen unter uns trugen Federn und Lidschatten. Roxy Music waren clever. Für sie war es einfach nur ein Weg, den Fuß in die Tür zu kriegen. Dann gab es da noch die Bubblegum-Seite von Chinn und Chapman. Sie waren großartig darin, Sweet und Mud leichtverdauliche Songs zu servieren und ihnen zu einem größeren Publikum zu verhelfen."

Bernd Schleßelmann

Titelliste
TitelDauer
Seite A
Mambo Sun3'40
Cosmic Dancer4'30
Jeepster4'12
Moonolith3'49
Lean Woman Blues3'02
Seite B
Get It On4'27
Planet Queen3'13
Girl2'32
The Motivator4'00
Life's A Gas2'24
Rip Off

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 19. September 2019, 11:45 Uhr

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