Livestream

Bremen Eins Musik Größte Alben

Jetzt neu: butenunbinnen.de, alles wichtige aus der Region

Die größten Alben aller Zeiten

Live at the Apollo – James Brown

12. Juni 2018

Dieses Album ist 55 Jahre alt - und es gilt als das beste Live-Album aller Zeiten: „James Brown - Live at the Apollo“. Der „Godfather of Soul“ braucht nur eine halbe Stunde, um15 Songs abzufeiern. "Die größten Alben aller Zeiten" - Folge 51: Bernd Schleßelmann über "Live at the Apollo".

Cover: James Brown, Live At The Apollo 1962, Polydor/Universal [Quelle: Universal Music]
James Brown, Live At The Apollo 1962, Polydor/Universal [Quelle: Universal Music]

James Brown – Live at the Apollo [2:56 Minuten]

Das Apollo: Wo der Soul zu Hause ist

Wenn es um Jazz, Blues und Soul geht, ist das Apollo Theater im New Yorker Stadtteil Harlem die erste Adresse. Bereits 1914 wurde der legendäre Konzertsaal eröffnet. Die Liste der Stars, die hier aufgetreten sind, ist lang. Neben James Brown wurden im Apollo Theater Marvin Gaye, die Temptations, Diana Ross & the Supremes, Aretha Franklin und auch Michael Jackson gefeiert. Nach dessen Tod im Jahr 2009 versammelten sich hier tausende Fans. Als James Brown starb, wurde er im Apollo aufgebahrt.

James Brown live in Concert 1980 [Quelle: DPA, Hardy Schiffler]

Der 68-jährige Billy Mitchell hat als Laufbursche im Apollo Theater angefangen und leitet heute die Führungen.  Die "New York Times" und andere Medien nennen Mitchell längst "Mr. Apollo". Er kann viel erzählen – auch über den "Godfather of Soul", James Brown. Zu der Zeit, als er alle vier Monate im Apollo spielte, fragte er den kleinen Billy immer wieder nach der Schule. Der log und behauptete einfach, alles laufe blendend. Doch irgendwann bekam Brown das Zeugnis in die Finger und sah, dass Billy in allen Fächern durchgefallen war: "Er schrie mich an und drohte, dass ich nicht mehr zur Arbeit kommen darf, bevor ich bessere Noten nachweisen kann." Mitchell schaffte es und für seine weitere Ausbildung zahlten James Brown und Marvin Gaye persönlich.

Das Apollo-Theater an der 125. Straße in Harlem (1978) [Quelle: DPA, Carlos Rene Perez]

Das Apollo gilt als Talentschmiede und Tempel für schwarze Musik. Aber es ist noch viel mehr. Denn in den vergangenen Jahren spielten dort auch weltbekannte Musiker wie Paul McCartney, Bruce Springsteen, Metallica, Guns N’ Roses und U2. Rund 1.600 Zuschauer haben hier Platz. Es findet übrigens nach wie vor jede Woche die "Amateur Night" statt, ein Vorläufer heutiger Talentshows. Auch Michael Jackson hat Ende der 60er Jahre an einem solchen Wettbewerb im Apollo Theater teilgenommen – und gewonnen.

Bernd Schleßelmann

Die Songs
TitelDauer
Introduction to James Brown and The Famous Flames by Fats Gonder2'04"
I’ll Go Crazy (J. Brown)1'42"
Try Me (J. Brown)1'53"
I Don’t Mind (J. Brown)2'35"
Lost Someone, Pt. 1 (J. Brown/Bobby Byrd/Lloyd
Stallworth
4'01"
Lost Someone, Pt. 2 (J. Brown/B. Byrd/L. Stallworth)5'54"
Why Do You Do Me (B. Byrd/Sylvester Keels)
I Want You So Bad (J. Brown)
I Love You, Yes I Do (Henry Glover/Sally Nix)
Strange Things Happen (J. Brown)
Bewildered (Teddy Powell/Leonard Whitcup)
Please, Please, Please (J. Brown/J. Terry)
6'25"
Night Train (Jimmy Forrest/Oscar Washington)2'45"

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 14. Juni 2018, 11:50 Uhr.

James Brown – Live at the Apollo

James Brown – Live at the Apollo, [2:56]

Musik