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Die größten Alben aller Zeiten

AC/DC – Highway To Hell

7. Februar 2019, 11:45 Uhr

Wer Rock sagt, meint AC/DC. Stimmt nicht immer, aber oft. Und wer AC/DC sagt, meint "Highway To Hell". Damit schaffte die australische Band Ende der 70er Jahre ihren internationalen Durchbruch. "Die größten Alben aller Zeiten": Bernd Schleßelmann über "Highway To Hell".

Pleite mit Kramer

AC/DC nahmen das Album von Februar bis April 1979 in den Roundhouse Studios in London auf. Eine Premiere: Denn bis dahin hatte die Band sämtliche Platten in ihrer australischen Heimat eingespielt. Und noch etwas war neu: Zum ersten Mal standen nicht Harry Vanda und George Young hinter den Reglern. Stattdessen holten sich die Rockmusiker Eddie Kramer ins Studio, der schon mit Jimi Hendrix und Kiss zusammengearbeitet hatte. Doch mit AC/DC klappte es nicht. Erst verlor Kramer während der Sessions alle bisher aufgenommenen Tracks. Und dann weigerte sich die Band auch noch, eine von ihm favorisierte Coverversion von "Gimme some lovin" der Spencer Davis Group aufzunehmen. So kam der Südafrikaner Mutt Lange ins Spiel. Ein Glücksgriff. Er produzierte nicht nur den Rock-Klassiker "Highway To Hell", sondern auch die Nachfolge-Alben "Back In Black" und "For Those About To Rock". 

Prägend für den AC/DC-Sound sind die Young-Brüder Angus und Malcolm an Lead- und Rhytmusgitarre. [Quelle: imago/ZUMA Press]
Prägend für den AC/DC-Sound sind auch die Young-Brüder Angus und Malcolm an Lead- und Rhythmusgitarre. Malcolm verstarb leider im Alter von 64 Jahren im November 2018. Bis dahin trat der Gitarrist und Songwriter immer Seite an Seite mit Angus auf. [Quelle: imago/ZUMA Press]

Abgesang in Madrid

Brian Johnson [Quelle: imago/United Archives]
Brian Johnson übernahm nach dem tragischen Tod von Bon Scott den Gesang und die Band schaffte es, mit ihm weiterzumachen. [Quelle: imago/United Archives]

Die 80er begannen für AC/DC erfolgversprechend. Ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung hielt sich ihr Album "Highway To Hell" in vielen Charts immer noch gut. Im Januar spielten sie noch acht Konzerte in Frankreich. Anfang Februar trat die Band in der britischen Fernsehsendung "Top Of The Pops" auf und stellte die dritte Single aus dem Album vor: "Touch Too Much". Kurz darauf flogen die fünf Musiker nach Spanien zur TV-Show "Aplauso". Sie spielten die drei Songs "Beating Around The Bush”, "Girls Got Rhythm” und "Highway To Hell”. Die Fernsehsendung in Madrid war der letzte öffentliche Auftritt des Sängers Bon Scott. Zehn Tage später, am 19. Februar 1980, starb er mit nur 33 Jahren nach einer Zechtour mit einem Freund. Zu seinem Grab auf dem Fremantle Cemetery's Memorial Garden in Australien pilgern immer noch Fans und veranstalten dort Trinkgelage.  

Da rockt die Oma

Der Titelsong des Albums "Highway To Hell" hat sich zu einem zeitlosen Partykracher entwickelt und ist längst im Mainstream angekommen. Das merkten Fernsehzuschauer in England spätestens im vergangenen Jahr, als sie die Casting-Show "Britain’s Got Talent" guckten. In der britischen Ausgabe von "Deutschland sucht den Superstar" trat die  Rentnerin Jenny Darren auf. Und was machte sie? Die 68-Jährige kam zunächst als brave Großmutter auf die Bühne und verwandelte sich dann zu den Klängen des AC/DC-Klassikers in eine zweite Tina Turner. Jury und Publikum waren vor Begeisterung kaum zu halten. Dabei ist Jenny Darren durchaus Profi: Ende der 1970er sang sie in der Band "Stoney End", heute ist sie Frontfrau bei "The Ladykillers".

Bernd Schleßelmann

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 7. Februar 2019, 11:45 Uhr

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