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Bremen Eins Buntes

Amphibiensterben

Mit diesen 6 Tipps helfen Sie Lurchi und Co

5. September 2019

Unsere Amphibien sterben: Klimawandel, Pestizide und Straßenverkehr sind die größten Feinde für Grasfrosch, Erdkröte und Verwandte der Gattung. Seit Jahrzehnten gehen die Populationen zurück. Die trockenen Sommer machen den übrig gebliebenen Tieren sehr zu schaffen. Die frisch geschlüpften Kröten und Frösche können sich nicht auf den Weg aus ihrem Teich machen, die Erdkröten müssen sich eingraben statt auf Nahrungssuche zu gehen, und geschwächte Amphibien sind empfänglicher für Krankheiten und Pilze. Mit diesen Tipps vom Nabu können wir unseren Amphibien helfen!

Frosch auf einem Blatt [Quelle: Imago, Imagebroker]
Der Frosch und seine Amphibienverwandten brauchen unsere Hilfe! [Quelle: Imago, Imagebroker]
Ein Abdeckungsrost für einen Lichtschacht [Quelle: Radio Bremen, Tammo Jans]
Ein Schacht mit Gitterrost kann schnell zur Falle werden. Schauen sie regelmäßig, ob dort eine Kröte hineingefallen ist. [Quelle: Radio Bremen, Tammo Jans]

  • Regional und ökologisch einkaufen. Denn für die herkömmliche Landwirtschaft werden Sumpfgebiete trocken gelegt und Lebensräume für Amphibien gehen verloren. Außerdem sind Pestizide Insekten-Killer – und die stehen auf dem Speiseplan der Amphibien sehr weit oben.
  • Beim Autofahren aufpassen. Gerade im Frühjahr, der Wanderzeit von Frosch und Co., ruhig mal Umwege in Kauf nehmen und die Straßen umfahren, über die Amphibien wandern. An solchen Stellen stellt der Nabu normalerweise Warnschilder auf. Sollte das nicht so sein: Sofort der Naturschutzbehörde Bescheid sagen.

Rhododendron [Quelle: Radio Bremen, Tammo Jans]
Rhododendren sind beliebt, aber für die Tiere in unserer Region eher nutzlos. [Quelle: Radio Bremen, Tammo Jans]


Im Garten faul sein erwünscht


  • Im Garten gilt: Mut zur Schlampigkeit. Reisig- oder Steinhaufen, Ecken mit Brennnesseln oder Beikräuter im Beet sind Speisekammern und Wohnzimmer für Insekten und Amphibien.
  • Weg mit Rhododendron, Kirschlorbeer, Lebensbäumen und Scheinzypressen. Mit diesen Exoten können unsere Tiere wenig anfangen. Stattdessen wieder einheimische Sträucher und Stauden pflanzen.
  • Schächte, Roste und andere Löcher können tödlich für Amphibien sein. Solche Fallen lieber abdecken. Wenn das nicht geht – regelmäßig hinein sehen oder Froschleitern bauen.
  • Statt Tropenholz oder schwer behandelter Materialien Holzprodukte mit dem FSC-Siegel kaufen. Dies trägt zur verträglicheren Bewirtschaftung unserer Wälder bei. Ein wichtiger Lebensraum für viele Amphibienarten.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 6. September 2019, 11:15 Uhr.

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