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Bremen Eins Buntes

Technikerkrankenkasse Bremen zu Gesundheits-Apps

Vom einfachen Schrittzählen zu komplexen Analysen

31. Januar 2018

Fast jeder hat heutzutage schon die eine oder andere Gesundheits-App auf seinem Smartphone. Seien es einfache Schrittzähler oder sogar kombinierende Therapie-Apps. Wir sprachen mit der Techniker Krankenkasse Bremen über die Vor- und Nachteile und worauf dabei zu achten ist.

Fast jeder hat heutzutage schon die eine oder andere Gesundheits-App auf seinem Smartphone. Seien es einfache Schrittzähler oder sogar kombinierende Therapie-Apps. Wir sprachen mit der Techniker Krankenkasse Bremen über die Vor- und Nachteile und worauf dabei zu achten ist.

Autor/-in: Ansgar Langhorst
Länge: 3:50 Minuten
Datum:
Sendereihe: Online | Radio Bremen

Bremen Eins: Wozu sind Fitness-Apps bereits in der Lage?

Techniker Krankenkasse: Fitness-Apps können heutzutage schon eine ganze Menge. Sie zeichnen nicht nur Schritte auf, sondern auch Bewegungsprofile. Sie erkennen auch automatisch Aktivitätslevel und welche Aktivität ich ausübe. Da wird's natürlich ganz spannend, wenn man diese Daten dann auch kombiniert mit beispielsweise Gesundheitsdaten wie Blutzuckerwerte und Blutdruckwerte. So kann ein Arzt schon eine ganze Menge sehen, wenn er beide Werte kombiniert. Er kann den Gesundheitszustand natürlich ablesen, kann aber eben auch eine Prognose treffen. Und da wird es langsam spannend – da kommen wir dann in den Bereich hinein, in dem die großen Potenziale liegen.

Bremen Eins: Was ist denn gut und was ist schlecht an so einer App?

Techniker Krankenkasse: Gut an einer solchen Fitness-App ist natürlich, dass mehr als die Hälfte der Nutzer sagt: "Also, eine App unterstützt mich schon dabei, gesünder zu leben und aktiver zu sein." Und das ist erstmal natürlich etwas, was positiv ist, und Apps wie gesagt haben ja auch eine Menge Potenzial: Wir haben heutzutage nicht nur Apps am Start, die im Bereich der Wellness oder der allgemeinen Gesundheit sind, sondern wirklich auch Apps, die schon in den Bereich der Therapie gehen.

So prüfen Sie, ob die App gut ist

Bremen Eins: Therapie auf dem Tablet klingt auch gefährlich. Was kann ich da falsch machen; was kann dann vielleicht verschlimmert werden, wie etwa Rückenprobleme? Ich kann ja durchaus auch falsch trainieren.

Techniker Krankenkasse: Vielleicht da erstmal ein ganz wichtiger Tipp: Bevor Sie eine App nutzen, machen Sie sich Gedanken darüber, was Sie mit der App machen wollen und was Sie davon erwarten. Dann ist ein ganz wichtiges Kriterium bei solch einer App, ob sie auch Hinweise gibt, was man falsch machen kann oder wo auch ihre Grenzen liegen. Im Regelfall ist eine App kein Ersatz für einen Arztbesuch, wenn man wirklich eine Beschwerde hat. Gerade wenn wir im Bereich der therapeutischen Apps uns das anschauen. Es gibt beispielsweise welche, die geeignet sind, in der Tinnitus Therapie eingesetzt zu werden, oder in der Stottertherapie. Das sind Bereiche, wo natürlich ganz wichtig ist, dass ein Arzt, ein Physiotherapeut oder wer auch immer da qualifiziert ist, tatsächlich erst einmal eine Einweisung gibt, damit tatsächlich auch der Patient in diesem Fall dann die App auch richtig anwendet.

Bremen Eins: Wenn ich so eine App vielleicht aus dem Bekanntenkreis oder Freundeskreis aufschnappe, ergibt das Sinn, erst einmal zum Arzt zu gehen und zu fragen, ob sie bei meinem Problem sinnvoll ist?

Techniker Krankenkasse: Zunächst kann jeder an ein paar Grundfragen selbst sehr schnell erkennen, ob er wahrscheinlich mit einer guten App unterwegs ist oder nicht. So eine Grundfrage lautet klar ersichtlich: Wer betreibt denn die App? Gibt es Leitlinien, die ich nachlesen kann, und auf welcher wissenschaftlichen Expertise basiert die App, also wird mit einem anerkannten Institut zusammengearbeitet? Was ich persönlich auch ganz wichtig finde ist, dass klar geregelt ist, was mit meinen Daten in dieser App passiert. Wenn die Aspekte dargelegt sind, dann hat man mit einer relativ großen Wahrscheinlichkeit auch eine gute Gesundheits- App.

Öffentliche Diskussion der Verbraucherzentrale Bremen

Die Verbraucherzentrale Bremen diskutiert über Sinn und Zweck dieser Apps und auch über neue Trends. Wenn Sie sich informieren möchten, können Sie das heute, 31. Januar 2018, ab 15 Uhr im Haus der Wissenschaft in der Sandstraße 10 in Bremen.

Das Gespräch mit Sören Schmidt-Bodenstein von der Techniker Krankenkasse in Bremen führte Ansgar Langhorst.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 31. Januar 2018, 11:20 Uhr.

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