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Bremen Eins Buntes

Grüner wird's nicht

Von Hügelbeeten und Kistengärten

Gartentipps auf Bremen Eins

15. Mai 2020

Die Eisheiligen sind vorbei – und wen jetzt noch das Gartenfieber packt, kann an diesem Wochenende noch loslegen: im Garten, auf dem Balkon, der Terrasse oder der Fensterbank. Und es gibt ja so viele Möglichkeiten, um Blumen, Gemüse und Kräuter anzupflanzen – im Hügelbeet, in der Kiste, im Topf und sogar in Handtaschen! In dieser Sendung stellen wir Ihnen ein paar solcher Ideen vor. 

Die Eisheiligen sind vorbei – und wen jetzt noch das Gartenfieber packt, kann an diesem Wochenende noch loslegen: im Garten, auf dem Balkon, der Terrasse oder der Fensterbank. Und es gibt ja so viele Möglichkeiten, um Blumen, Gemüse und Kräuter anzupflanzen – im Hügelbeet, in der Kiste, im Topf und sogar in Handtaschen! In der letzten Sendung stellten wir Ihnen ein paar solcher Ideen vor. 

Autor/-in: Melanie Öhlenbach im Gespräch mit Ansgar Langhorst
Länge: 10:36 Minuten
Datum: Freitag, 15. Mai 2020
Sendereihe: Online | Radio Bremen

Ebenes Beet

Bei Gärtnern denkt man sofort an ein Beet im Garten – denn das ebenerdige Beet ist wohl der Klassiker. Aber es gibt auch andere tolle Möglichkeiten, die wahrscheinlich auch etwas knie- und rückenschonender sind.

Spaten im Rasen [Quelle: Imago, imago images / Patrick Scheiber]
Um ein neues Beet anzulegen, stechen Sie mit dem Spaten die Kanten des Beets ab und entfernen dann den Rasen mitsamt seiner Wurzeln. [Quelle: Imago, imago images / Patrick Scheiber]

Fangen wir mal mit dem Gärtnern zu ebener Erde an: Wie mache ich aus einem Stück Rasen ein Gemüsebeet?

Wenn man den passenden Standort gefunden hat, sollte man die Bodenqualität überprüfen lassen. Ist alles in Ordnung, kann man das Beet abstecken, mit dem Spaten die Kanten abstechen und den Rasen entfernen – mitsamt aller Wurzeln! Verdichteter Boden sollte dann noch gelockert und mit Komposterde verbessert werden – und dann kann man das Beet bepflanzen.

Wer mit dem Gärtnern noch bis nächstes Jahr warten will, kann im Herbst die Fläche mit Pappe und Kompost oder Rasenschnitt abdecken. Durch das mangelnde Licht stirbt der Rasen ab. Je nach Bodenbeschaffenheit kann es aber sein, dass bei dieser Methode noch nachgearbeitet werden muss. 

Alternativen zum Gartenbeet

Abgesehen vom Beet gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten, um im Garten zu gärtnern. Da gibt es zum Beispiel das Hügelbeet und das Hochbeet. Für Kräuter bietet sich auch eine Kräuterspirale an.

Mit Gemüse bepflanztes Hügelbeet [Quelle: Imago, Redeleit]
Neben den popülären Hochbeeten sind Hügelbeete auch eine Möglichkeit zu gärtnern. [Quelle: Imago, Redeleit]

Der Unterschied zwischen einem Hoch- und einem Hügelbeet ist einfach: Bei einem Hochbeet gärtnert man – ganz vereinfacht gesagt – in einer großen Kiste, die in einer bestimmten Reihenfolge mit Zweigen, Grünschnitt, Kompost und Erde gefüllt ist. Ein Hügelbeet ist ähnlich aufgebaut. Allerdings fehlt der Kasten und es flacht an den Seiten auf Bodenhöhe ab.

Wofür man sich letztlich entscheidet, hängt von der Situation des Gärtnernden an. Ich persönlich finde eine Mischform sehr charmant, also ein eher niedriger Kasten gefüllt mit Grünabfall, Kompost und Erde. Diese Rahmenbeete sacken nach dem Verrottungsprozess nicht so tief ab, man kann sie einfacher befüllen und mit einem Aufsatz in ein Frühbeet verwandeln.

Gefäße für Balkon und Terrasse

Die Klassiker für Balkon und Terrasse sind Gefäße wie Balkonkasten, Töpfe und Kübel. Sie sind in der Regel aus Kunststoff oder Terrakotta. Gefäße aus Kunststoff gibt es in vielen Formen und Farben. Sie sind leicht und günstig. Kübel aus Terrakotta oder Ton bestehen aus einem natürlichen Material, sind manchmal auch glasiert. Sie eignen vor allem für mediterrane Kräuter, da sie eher Wasser verdunsten. Ihr Nachteil: Sie sind schwerer, teurer und nicht immer frosthart.

Blumentopf wird bepflanzt [Quelle: Imago, Petra Schneider]
Klassische Töpfe sind nach wie vor praktisch und beliebt. Doch bei den Materialien sollten Sie aufpassen: Terrakotta zum Beispiel ist nicht immer frosthart. [Quelle: Imago, Petra Schneider]

Doch es gibt jede Menge Alternativen: Wer sparen und sich wenig Arbeit machen möchte, kann einfach den Sack bepflanzen, in dem die Erde transportiert wurde. Im Prinzip kann man alles nutzen, was genug Erde fasst: Bäcker-, Wein und Obstkisten, Schubladen, Drahtkörbe, Reissäcke und sogar Handtaschen, Stiefel, Kochtöpfe und Siebe. Ich würde nur nicht unbedingt alles daraus essen wollen.

Tipps zum Upcycling

Wer eine Weinkiste oder einen Erdsack bepflanzen will, muss ein paar Dinge beachten:

Gefäße brauchen immer ein oder mehrere Löcher im Boden, durch die überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Sonst staut es sich in der Erde und die Pflanzenwurzeln faulen. Auch eine Dränage mit Kies oder Tongranulat kann helfen. Und das Gefäß nicht direkt an den Boden stellen, eher auf Kanthölzer oder in einen Untersetzer.

Weinkiste mit Blumen bepflanzt [Quelle: Imago, Chromorange]
Zum Wegwerfen zu schade. Aus alten Gefäßen wie einer Weinkiste kann man wunderbar Pflanzkübel machen. Achten Sie aber auf Staunässe. [Quelle: Imago, Chromorange]

Kleine Töpfe sehen schick aus, fassen aber wenig Erde und müssen häufiger gegossen werden. Ich empfehle daher immer größere Kisten oder Kübel. Aber nicht übertreiben, damit der Mini-Garten nicht zu schwer für den Balkon wird.

Ich würde jedoch nicht alles in jedes Gefäß pflanzen: Denn Pflanzen mit langen, tiefen Wurzeln in flachen Gefäßen gedeihen nicht gut. Die klassischen Möhren zum Beispiel brauchen ein tiefes Gefäß. Zum anderen würde ich Essbares nur in unbedenklichen Materialien pflanzen – also nicht in Mörtelkübel oder meine ausrangierten Gummistiefel.

Melanie Öhlenbach

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 15. Mai 2020, 11 Uhr

Mehr Tipps und Themen rund ums Grüne in Ihrem Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon gibt es freitags zwischen 11 und 12 Uhr auf Bremen Eins. Dann kommt die Bremer Gartenexpertin und Bloggerin Melanie Öhlenbach zu uns ins Studio.

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