Livestream

Bremen Eins Buntes

AWI Bremerhaven

Warum der Klimawandel Extremwetter bringt

28. Mai 2019

Geahnt haben es schon viele: Der Klimawandel ist verantwortlich für Extremwetterlagen wie Starkregen oder heftige Stürme. Das hat das Alfed-Wegener-Institut jetzt bewiesen. Forscher haben herausgefunden, dass der sogenannte Jetstream sich abschwächt und deshalb extreme Kälte- und Hitzephasen häufiger werden.

Heftige Regenfälle in Bremen [Quelle: Radio Bremen, Wolfgang Loock]
Starkregen in Bremen - eine Folge des Klimawandels. [Quelle: Radio Bremen, Wolfgang Loock]

Der sogenannte Jetstream ist eine Winderscheinung in etwa zehn Kilometern Höhe über den mittleren Breiten. Normalerweise verläuft er geradewegs parallel zum Äquator und schiebt große Luftmengen von West nach Ost. Beobachtungen zeigen allerdings, dass der Jetstream schwächer wird und deshalb in Wellen über der Nordhalbkugel der Erde verläuft. In der Folge kommt es im Winter zu großen Mengen kalter Luft in Gebieten, die normalerweise nicht davon berührt worden sind, zum Beispiel der mittlere Westen der USA.

Im Sommer kommt es durch den schwächer werdenden Jetstream zu längeren Hitzephasen und Trockenheit. Ein stärkerer Jetstream würde die warmen Luftmassen eher wegtreiben. Hitzephasen in Europa wurden zum Beispiel 2003, 2006, 2015 oder 2018 dokumentiert.

Der Zusammenhang von Extremwetter und Klimawandel wurde jetzt vom Alfred-Wegener-Institut nachgewiesen, er ist nach Aussagen der Forscher auch zurückzuführen auf das Abschmelzen des arktischen Meereises. Schmilzt der Meereis-Anteil weiter, erwarten die Forscher, dass sich Extremwetterphasen in der Nordhalbkugel häufen und zudem heftiger werden.

Hier geht's zur Website des Alfred-Wegener-Instituts

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 28.Mai 2019, 13:15 Uhr

Buntes
Mehr in der Rubrik "Buntes"