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Bremen Eins Buntes

Amerikanische Faulbrut

Bienenhalter sollen Bestände melden

Veterinäramt richtet Sperrgebiet ein

14. Juni 2019

In der Stadt Bremen ist die Amerikanische Faulbrut ausgebrochen. Betroffen sind die Bestände von 150 Imkern. Für Menschen stellt die Seuche keine Bedrohung dar und auch der Honig ist davon nicht betroffen.

BIn Bremen ist eine Bienenseuche, die "Amerikanische Faulbrut", ausgebrochen. Deshalb wurde ein amtlicher Sperrbezirk eingerichtet. Bienen dürfen hier weder rein noch raus. Für andere Tiere und die Menschen stellt die Seuche keine Gefahr dar.

Autor/-in: Marianne Strauch
Länge: 2:01 Minuten
Datum: Donnerstag, 13. Juni 2019
Sendereihe: buten un binnen Magazin

Da der Erreger hoch ansteckend ist und ganze Bestände vernichten kann, hat der Veterinärdienst des Landes einen Sperrbezirk festgelegt, in dem die Bienenvölker aller gemeldeten Imker auf die Seuche hin untersucht werden. Konkret geht es um die Bestände von 150 Imkern in acht Bremer Stadtteilen.

In der Stadt Bremen ist die Amerikanische Faulbrut ausgebrochen. Betroffen sind die Bestände von 150 Imkern.

Länge: 1:33 Minuten
Datum: Freitag, 14. Juni 2019
Sendereihe: Der Morgen | Bremen Eins

Sperrbezirk

Betroffene Stadtteile:

  • Östliche Vorstadt
  • Neustadt
  • Mitte
  • Schwachhausen
  • Vahr
  • Obervieland
  • Hastedt
  • Sebaldsbrück

Der Erreger der Amerikanischen Faulbrut vernichtet die Bienenbrut, ist aber für ausgewachsene Bienen ungefährlich. Die Seuche ist nicht auf den Menschen übertragbar.

Für die Imker bedeutet das, dass ihre Bienenvölker nicht aus dem Sperrbezirk herausgebracht und keine Völker in den Sperrbezirk hineingebracht werden dürfen. Imker wie Marten Carstensen machen sich Sorgen.

Ich bin betroffen, dass es soweit gekommen ist. Ich hätte mir schon gewünscht, dass alle Kollegen Vorsorge betreiben, um zu erkennen, ob Erreger dieser Erkrankung in ihren Völkern sind. Dann wäre es nicht zu dieser Situation gekommen.

Imker Marten Carstensen

Sollte sich die Seuche weiter unkontrolliert ausbreiten, könnte das im schlimmsten Fall zum Verlust ganzer Bestände führen. Denn wenn keine Jungbienen nachkommen, sterben Völker aus. Um das zu verhindern, braucht das Veterinäramt Bremen Unterstützung, denn es will jetzt alle Bienenvölker im Sperrgebiet untersuchen.

Dringender Aufruf: Bienenhalter sollen Bestände melden

Aufgerufen sind alle Bienenhalter im Sperrbezirk. Sie sollen sich beim Veterinäramt melden und Anzahl und Standorte ihrer Bienenvölker mitteilen, damit diese untersucht werden können.

An diese E-Mail-Adresse können Betroffene ihr Bestände und Standorte melden.
office@lmtvet.bremen.de

Faulbrut-Monitoring

Nur bei frühzeitiger Diagnose ist es möglich, ein befallenes Bienenvolk zu retten. Die Untersuchungen von Futterkranz- und Honigproben auf Sporen des Erregers (Paenibacillus larvae larvae) ermöglichen dies. Schon kleinste Erregermengen können nachgewiesen werden, noch bevor das Bienenvolk sichtbar erkrankt. Die Methode zum Nachweis der Sporen des Erregers in Honigproben wurde vom Bieneninstitut des LAVES in Celle entwickelt. Das Celler Institut führt ein Faulbrut-Monitoring durch. [Quelle: Laves/Niedersachsen]

Ziel: Erhalt der Bestände und der Bienengesundheit

Die Faulbrut ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Es gehört zu den Aufgaben der Veterinärämter, ihre Ausbreitung zu verhindern. In Deutschland werden jährlich 90.000 Tonnen Honig verbraucht. Nur 20% werden im Inland erzeugt, ein Großteil wird aus China und den USA importiert. Viel wertvoller noch als die Honiggewinnung ist der indirekte Nutzen der Bienen: die Bestäubung. Im Alten Land, dem Obstanbaugebiet südöstlich von Stade, stehen auf 14.300 Hektar Anbaufläche drei Millionen Obstbäume, die ohne die Blütenbestäubung durch die dazu aufgestellten 4.000 Bienenvölker keinen Ertrag bringen würden. [Quelle: Laves/Niedersachsen]

Institut für Bienenkunde Celle

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 14. Juni 2019, 07:15 Uhr

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