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Porträt

Franz Radziwill

Ein Porträt von Günter Beyer

8. Februar 2011

Franz Radziwill (1895-1983) ist einer der grossen Einzelgänger in der deutschen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Der in Bremen aufgewachsene Maler ließ sich zunächst vom Expressionismus der "Brücke" anregen und entwickelte in den zwanziger Jahren seine eigene Bildsprache, den "magischen Realismus".

Franz Radziwill [Quelle: DPA]
Der Maler und Grafiker Franz Radziwill 1975, während der Eröffnung einer Ausstellung seiner Werke in Oldenburg. Er starb am 12. August 1983 in Wilhelmshaven. [Quelle: DPA]

Bedrohliche Flugkörper, tollkühne Hochseilartisten, tote Vögel und wehmütige Engelsgestalten – in den späten Bildern des Malers Franz Radziwill (1895-1983) wimmelt es von rätselhaften Symbolen und versteckten Anspielungen. Aber auch die vertraute Landschaft am Jadebusen malt er auf seine Weise wieder und wieder. Aufgewachsen in Bremen, wird der junge Radziwill zunächst vom Expressionismus der Künstlergruppe "Die Brücke" angeregt und entwickelt Mitte der zwanziger Jahre seine eigene Bildsprache, den "magischen Realismus".

Gespräch mit Franz Radziwill zum 60. Geburtstag 1955 [13:39 Minuten] Franz-Radziwill-Gesellschaft

Franz Radziwill lässt sich vom Nationalsozialismus hofieren, wird aber von den braunen Machthabern bald fallen gelassen. "

Das größte Wunder ist die Wirklichkeit!

Franz Radziwill

Briefmarke mit Gemälde von Radziwill [Quelle: gemeinfrei]
Sonderbriefmarke der Deutschen Bundespost aus dem Jahr 1995, Ölgemälde von Franz Radziwill: Der Wasserturm in Bremen, 1931 [Quelle: gemeinfrei]

Mit dieser Position bleibt er in der "abstrakten" Nachkriegs-Kunstszene ein Außenseiter, der sich mit der Vermietung von Zimmern an Kurgäste über Wasser hält und buchstäblich ums Überleben Stillleben malt. Erst Ende der sechziger Jahre wird Radziwills Bedeutung international erkannt.

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Franz Radziwill: Herkunft und Eltern

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