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Arbeiten, um zu leben oder leben, um zu arbeiten? Warum sich Angestellte und Unternehmen ein flexibleres Arbeitsrecht wünschen

Mittwoch, 20. Dezember 2017, 18.05 Uhr, in Cloppenburg und auf Bremen Zwei

15. Dezember 2017

Der Fall sorgte überregional für Schlagzeilen. In der Region Cloppenburg wollten zwei Fleischproduzenten über Weihnachten Schweine schlachten lassen. Die notwendigen Ausnahmegenehmigungen für die Arbeit an Feiertagen waren bereits beantragt. Doch dann rief ein Bündnis aus Gewerkschaftlern, Politikern und Kirchenvertretern zum Protest auf, so dass Vion und Wernkeihre Pläne schließlich aufgaben. Um „Ruhe in die Diskussion zu bringen“, wie die Unternehmen in Pressemitteilungen betonten. 

Ein Streit, der mitten in die Diskussion um flexiblere Arbeitszeiten und modernere Arbeitszeitmodelle fällt. Sowohl Gewerkschaften als auch Unternehmensverbände wünschen sich Alternativen zum traditionellen, rigiden Acht-Stunden-Tag, wie er hierzulande immer noch üblich ist. Damit enden allerdings die Gemeinsamkeiten. Während sich viele Arbeitnehmer – vor allem die, die Kinder zu versorgen oder Angehörige zu pflegen haben – wünschen, ihre Wochenarbeitszeit reduzieren zu können, verweisen Unternehmen auf den Fachkräftemangel. Da es sei geboten, die Belegschaften eher länger als kürzer arbeiten zu lassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Nach einer EU-Arbeitszeitrichtlinie wäre dies möglich. Statt einer täglichen Höchstarbeitszeit schreibt sie lediglich eine wöchentliche Maximaldauer von 48 Stunden vor. Für eine entsprechende Anpassung des deutschen Arbeitsrechts sprechen sich auch die Wirtschaftsweisen aus.  

Mehr bzw. länger zu arbeiten, kommt dagegen für viele Arbeitnehmer nicht in Frage. Nach einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) beklagen immer mehr Angestellte, dass sie Familie und Beruf kaum noch unter einen Hut bringen können und ihr Job sie zunehmend auslauge. Clevere, progressive Modelle für eine gesündere Work-Life-Balance sind gefragter denn je. 

Wie zeitgemäß ist das deutsche Arbeitsrecht, wie viel Flexibilität bietet es? Sollte Arbeit an Feiertagen prinzipiell verboten oder sollten bestehende Restriktionen eher gelockert werden? Gibt es Modelle, die sowohl die Bedürfnisse der Arbeitnehmer und die der Unternehmen berücksichtigen? Welche Arbeitszeitmodelle gelten in anderen europäischen Staaten und taugen sie als Vorbild für Deutschland?  Diese und weitere Fragen werden in der Livesendung „Bremen Zwei unterwegs“ am Mittwoch, 20. Dezember 2017, 18.05-19.00 Uhr, im Hotel Taphorn, Auf dem Hook 1-3 in Cloppenburg erörtert.

Teilnehmer der Gesprächsrunde mit Bremen Zwei-Moderatorin Julia Meichsner sind:

  • Detlef Ahting, ver.di-Landesbezirksleiter Niedersachsen-Bremen
  • Jörg Bode, stellv. Fraktionsvorsitzender FDP Niedersachsen
  • Matthias Brümmer, Geschäftsführer Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten Region Oldenburg/Ostfriesland
  • Christoph Meinecke, Experte für Arbeits- und Sozialpolitik, Unternehmerverband Niedersachsen
  • Günter Warsewa, Direktor des Instituts für Arbeit und Wirtschaft, Universität Bremen

Gäste sind willkommen. Der Eintritt ist frei.

Bremen Zwei:
UKW Bremen 88,3 und Bremerhaven 95,4 MHz,
Via Satellit, im Kabel, als Podcast und
Live-Stream auf www.radiobremen.de/bremenzwei

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