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Eine Stadt auf der Jagd – Wie Bremerhaven versucht, seine Lehrer zu locken

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 18.05-19.00 Uhr, in Bremerhaven

9. Oktober 2017

Bremen Zwei unterwegs  

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 18.05-19.00 Uhr
Live-Sendung aus der Stadtbibliothek Bremerhaven, Hanse-Carré,
Bürgermeister-Smidt-Str. 10, Bremerhaven

Eine Stadt auf der Jagd – Wie Bremerhaven versucht, seine Lehrer zu locken

In Bremerhavener Lehrerzimmern bleiben immer mehr Stühle frei. Insgesamt 35 Stellen konnte Schuldezernent Michael Frost nach eigenen Angaben für das neue Schuljahr nicht besetzen. Es mangelt schlichtweg an Bewerbern. Gleichzeitig wandern immer mehr Lehrer ab. Die meisten zieht es in das Nachbar-Bundesland Niedersachsen. Der Grund: Laut der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) liegt das durchschnittliche Lehrergehalt dort höher. Akuter Lehrermangel ist ein bundesweites Problem. In einigen Bremerhavener Schulen sorgt er allerdings aktuell für chaotische Zustände: Ganze Unterrichtstage fallen einfach aus. Die Folge: Kinder müssen zuhause bleiben, Eltern müssen immer öfter die Betreuung übernehmen – und fürchten, dass Sie Probleme am Arbeitsplatz bekommen oder sogar ihre Jobs verlieren.

Während die Zahl der jungen Bewerber auf Lehrerstellen immer weiter schrumpft, bereiten sich viele ältere Bremerhavener Pädagogen auf den Ruhestand vor. Bis 2018 würden 223 Lehrer aus dem Dienst scheiden, sagt Frost. Schüler gäbe es auf der anderen Seite immer mehr, vor allem durch die Zuwanderung. Entsprechend groß ist der Druck auf die Stadt.

Die Stadt hat bundesweit Werbespots in Kinos geschaltet und bietet Stipendien, um Pädagogen ans Meer zu locken. Selbst Prämien werden gezahlt: Wenn ein Lehrer einen Kollegen anwirbt bekommt er dafür 250 Euro von der Stadt. Verbessert hat sich dadurch bisher kaum etwas.

Besonderer Notstand herrscht in den Grundschulen. Dort verdienen Pädagogen weniger als ihre Kollegen in den anderen Stufen. Die Folge des Lehrerschwunds: die verbleibenden Kollegen müssen die Lücken schließen. Viele fühlen sich dadurch überfordert. Sollte sich nichts ändern, fordert die GEW den Rücktritt des Ausschusses für Schule und Kultur.

Doch wie kann man das Problem lösen? Wie kann man Lehrer an Bremerhavener Schulen locken? Welche Weichen muss die Politik dafür stellen? Und wie lässt sich vermeiden, dass Schülerinnen und Schüler unter dem Problem leiden, solange keine Besserung in Sicht ist? Diese und weitere Fragen werden in der Sendung „Bremen Zwei unterwegs“ am Mittwoch, 11. Oktober in der Stadtbibliothek Bremerhaven, Hanse-Carré, Bürgermeister-Smidt-Str. 10, 27576 Bremerhaven diskutiert.

Teilnehmer der Gesprächsrunde mit Bremen Zwei-Moderator Stefan Pulß sind:

  • Schuldezernent Michael Frost
  • Bernd Winkelmann, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
  • Joachim Wolf, Direktor der Paula-Modersohn-Schule in Bremerhaven
  • Nicole Mimouna, Mutter einer Zweitklässlerin

Gäste sind willkommen. Der Eintritt ist frei.

Bremen Zwei:
UKW Bremen 88,3 und Bremerhaven 95,4 MHz,
Via Satellit, im Kabel, als Podcast und
Live-Stream auf www.radiobremen.de/bremenzwei

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