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Bremen Zwei unterwegs: Fahrverbote in Oldenburg?

Mittwoch, 27. September 2017, 18.05-19.00 Uhr, in Oldenburg

22. September 2017

Bremen Zwei unterwegs  

Mittwoch, 27. September 2017, 18.05-19.00 Uhr,
Live-Sendung aus dem Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3 in Oldenburg

Letzte Ausfahrt Fahrverbot? Warum die Oldenburger City wegen schlechter Luftwerte für viele Diesel-Fahrzeuge bald tabu werden könnte

Seit Jahren überschreitet die Stadt Oldenburg die von der EU vorgegebenen Grenzwerte für Stickstoffdioxid. Im niedersächsischen Vergleich ist die Huntestadt sogar unrühmlicher Spitzenreiter. Als Hauptverursacher dieser Emissionen gelten Autos mit älteren Dieselmotoren. Wirkungsvolle Abhilfe konnte die Stadtverwaltung bisher nicht schaffen. Dabei drängt die Zeit: die Umweltministerien in Berlin und Hannover fordern die Einhaltung der Grenzwerte, um Strafzahlungen an Brüssel zu vermeiden.

Bereits 2015 hat die EU-Kommission wegen der schlechten Luftwerte ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet. Inzwischen droht eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof, an dessen Ende der Bund zu einer milliardenschweren Strafe verdonnert werden könnte. Nach Angaben der EU sterben jährlich etwa 70.000 Menschen an den Folgen zu hoher Stickstoff-Dioxidwerte in der Luft. Atemwegerkrankungen wie chronische Bronchitis und Asthma, sowie ein erhöhtes Risiko, an Herz-Kreislauf-Krankheiten zu sterben, sind die möglichen Folgen, warnen Mediziner.

Auch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) macht Druck. Sie hat gegen mehrere Dutzend Städte – darunter Oldenburg – Klage eingereicht, um Fahrverbote für ältere Diesel-Pkw gerichtlich durchsetzen zu lassen. Nur so, ist die DUH überzeugt, lasse sich das „Recht der Bürger auf gute Luft“ durchsetzen. Dagegen wollen Stadtverwaltungen und Wirtschaftsverbände Fahrverbote um jeden Preis verhindern. Sie befürchten hohe finanzielle Einbußen, sollte Konsumenten, Pendlern und Handwerksbetrieben die Zufahrt in die Innenstädte demnächst verwehrt bleiben. Auch der Deutsche Städtetag ist verärgert. Er kritisiert die diskutierten Fahrverbote als „puren Aktionismus“, während der Automobilverband ADAC davor warnt, Dieselmotoren pauschal als „Dreckschleudern“ zu verunglimpfen.

Gleichwohl: Viel Zeit zum Handeln bleibt der Oldenburger Stadtverwaltung nicht mehr. Bis Jahresende soll sie ein Konzept erarbeitet haben, wie sie die Stickstoffdioxid-Werte von derzeit mehr als 50 unter den erlaubten Höchstwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft drücken will.

Was sind die Ursachen für die hohe Stickstoffdioxid-Belastung in Oldenburg? Was hat die Stadt getan, um die überhöhten Messwerte in den Griff zu bekommen? Ist ein Fahrverbot für „Diesel-Stinker“ alternativlos und welche Folgen hätte es? Wie sinnvoll sind die von der EU festgelegten Grenzwerte für Stickstoffdioxid? Diese und weitere Fragen werden in der Live-Gesprächssendung „Bremen Zwei unterwegs“ am Mittwoch, 27. September 2017, 18.05-19.00 Uhr, im Kulturzentrum PFL (Vortragssaal, 1. Stock), Peterstraße 3 in Oldenburg erörtert.

Teilnehmer der Gesprächsrunde mit Bremen Zwei-Moderatorin Julia Meichsner sind:

  • Bernd Bischoff, Vorsitzender SPD-Fraktion Oldenburg
  • Thomas Burkhardt, Vizepräsident für Technik beim ADAC
  • Axel Friedrich, Internationaler Verkehrsberater, u.a. für die DUH
  • Thomas Husmann, Redakteur Nordwest-Zeitung
  • Susanne Menge, MdL, Bündnis 90/Die Grünen

Bremen Zwei:
UKW Bremen 88,3 und Bremerhaven 95,4 MHz,
Via Satellit, im Kabel, als Podcast und
Live-Stream auf www.radiobremen.de/bremenzwei

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