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Pressemitteilungen: Radio

Bremen Zwei-Konzert: Blue Rose Code (GB)

Mittwoch, 25. April 2018, 20 Uhr, im KITO

13. März 2018

Er hat eine dieser Songwriter-Stimmen, bei denen man unweigerlich hinhört. Und: Ross Wilson weiß zu erzählen. In seinen Stücken schöpft der Schotte aus einer gehörigen Portion Lebenserfahrung. Man spürt: der sanfte Mann, der hinter dem Projekt-Namen Blue Rose Code steckt, hat schon so einiges hinter sich. Die dunkelsten Jahre liegen zum Glück lange hinter ihm. Aus seinen heutigen Songs spricht mehr Optimismus, als er sich selbst je zugetraut hätte.  

Ross Wilson gehört zu jenen beseelten Songwriter-Persönlichkeiten, deren Verletzlichkeit zum Schlüssel einer besonderen Kreativität wird. Und die nicht zuletzt damit die Hörer berühren. Kritiker, Fans und Kollegen haben als Vergleich große Kollegen wie John Martyn, Van Morrison, auch Tom Waits genannt.  

Mit ihnen hat Blue Rose Code auf alle Fälle eine stilistische Vielseitigkeit gemein. Ross Wilson ist alles andere als ein Folk-Singer/Songwriter klassischer Prägung. Seiner Liebe zum Jazz gibt er zum Beispiel in eingestreuten Instrumentals Raum. Auf den Alben der letzten Jahre variieren die Zutaten und Besetzungen. Die Palette reicht vom intimen Solo- oder Duo-Stück bis zur großen Band. Auch prominente Gäste hatte der Schotte im Studio: von US-Sängerin Beth Nielsen-Chapman über Kontrabass-Ikone Danny Thompson (einst auch Partner von Vorbild John Martyn) bis zu Schauspieler-Größe EwanMcGregor, einem ausgemachten Blue Rose Code-Anhänger.  

Ross Wilson stammt aus Edinburgh. Er wuchs ohne seine leiblichen Eltern bei seiner Großmutter auf. Die brachte ihm die Liebe zur Musik nahe, konnte aber nicht verhindern, dass Wilson als Teenager den Boden unter den Füßen verlor. Statt zur Schule zu gehen, hörte er lieber Jazzplatten. Drogen und Alkohol trugen das ihre dazu bei, dass Wilson von einer zutiefst unglücklichen Jugend spricht, in der er vor vielem auf der Flucht war. Als die Großmutter starb, zog er nach London. Schon damals hatte er enormes musikalisches Talent gezeigt. Doch jahrelang sorgte seine schwere Alkoholabhängigkeit dafür, dass ihm alle Chancen durch die Finger glitten. Bis er die Gitarre eine zeitlang komplett an den Nagel hängte. Ein Aufenthalt in New York brachte die Wende. Wilson wurde trocken. Daheim in Großbritannien halfen ihm Kollegen und Branchenleute auf die Beine. Ersten nachhaltigen Erfolg brachte 2013 das Album „North Ten“. Seither ist der Schotte, der vor einiger Zeit zurück in seine Heimat gezogen ist, am Ball geblieben. Die Folge-Alben dokumentieren einen erstaunlichen Weg – und einen großen Mut, was musikalische Formen angeht.  

Jetzt ist Blue Rose Code in Trio-Besetzung erstmals in Deutschland - präsentiert von Sparkasse in concert, Bremen Zwei und KITO am Mittwoch, 25. April 2018, 20 Uhr, im KITO im Alten Packhaus, Alte Hafenstraße 30 in Bremen-Vegesack.

Bremen Zwei:
UKW Bremen 88,3 und Bremerhaven 95,4 MHz,
Via Satellit, im Kabel, als Podcast und
Live-Stream auf www.radiobremen.de/bremenzwei

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