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Pressemitteilungen: Radio

"Noch Luft nach oben" - Joachim Lohse zur Fahradfreundlichkeit Bremens

Bremen Vier-Hörerinnen und -Hörer fragen Verkehrssenator

12. Mai 2017

In keiner deutschen Großstadt wird so viel Fahrrad gefahren wie in Bremen, jeder vierte Weg (25 Prozent) wird in der Hansestadt per Fahrrad zurückgelegt. Aber wie fahrradfreundlich ist denn Bremen eigentlich wirklich? Das wollte der Radiosender Bremen Vier wissen und hat seinen Hörerinnen und Hörern die Möglichkeit gegeben, den Mann zu fragen, der es wissen muss: der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr der Freien Hansestadt Bremen Joachim Lohse (Bündnis90/die Grünen). Seine Antwort gab er am Freitagmorgen (12.5.) live in der Bremen Vier-Morgenshow bei den Moderatoren Roland Kanwicher und Olaf Rathje: „Ziemlich gut – aber es ist noch Luft nach oben.“

Das sehen viele Bremerinnen und Bremer allerdings anders. Bei einem Voting auf der Internetseite des Senders (bremenvier.de) kam heraus: Nur 15 Prozent finden, dass Bremen eine fahrradfreundliche Stadt ist. Genauso viele empfinden die Fahrradfreundlichkeit eher als Flop und die große Mehrheit (69 Prozent) kann sich gerade mal zu einem „Geht so“ durchringen. Ein Ergebnis, dass sich auch in den vielen Fragen der Bremen Vier-Hörerinnen und -Hörer wiederspiegelte, die sie dem Senator im Radio stellten.
Matthias aus Bremen-Lesum wollte zum Beispiel wissen, warum die Radwege gerade in Bremen Nord in so schlechtem Zustand sind und im Winter kaum geräumt werden. Lohse versprach bei Bremen Vier Besserung: „Wir haben die Räumpläne geändert und fangen jetzt früher an zu räumen.“
Und was die schlechten Radwege angeht, wies er zwar auf die knappen Kassen der Stadt hin, hatte aber auch einen Tipp für die Fahrradfreunde in Bremen: Missstände immer beim Bürgertelefon melden, damit die Behörde reagieren kann. 

Konkrete Zusagen konnten die Bremen Vier Moderatoren dem Verkehrssenator auch abringen.
Das Zweite-Reihe-Parken in der Parkallee zwischen Stern und Concordia-Tunnel soll ein Ende haben: „Wir werden das ändern. Wir werden die Parkplätze dort wegräumen und stattdessen eine breiten Fahrradstreifen markieren.“
Damit Radfahrer auch sicher rund um den Bahnhof fahren können, wies der Senator auf den geplanten Umbau des ZOB (Zentraler Omnibus Bahnhof) hin, der in vier bis fünf Jahren realisiert sein soll – und im Gegensatz zum Berliner Pannenflughafen „auch fertig wird“. 

Und auch auf die Frage, warum in Bremen die mit viel Aufwand eingeführten Fahrradstraßen von Autofahrern immer noch oft missachtet werden, gab Joachim Lohse eine Antwort: „Nicht alle Autofahrer kennen offenbar die Regeln: Tempo 30 fahren, sich dem Fahrradverkehr unterordnen und keine riskanten Überholmanöver machen. Da müssen wir wohl noch mehr Öffentlichkeitsarbeit machen.“ Generell warb Lohse für ein besseres Miteinander auf den Straßen: “Jeder Autofahrer solle froh sein über die, die auf dem Rad sitzen, denn die stehen morgens nicht vor einem im Stau an der roten Ampel.“

Neben vielen Antworten auf Fragen, die den Radfahrern und Radiohörern unter den Nägeln brennen, gab Lohse dann auch noch einen Einblick in seinen Arbeitsalltag. Ob ihm denn bei so viel „Gemecker“ der Job überhaupt noch Spaß mache, wollten die Bremen Vier-Moderatoren wissen. „Es wird viel gemeckert, aber es gibt wird auch gelobt. Auf 30 wütende Briefe, die ich bekomme, kommt ein freundlicher Brief. Der macht dann besonders Freude,“, so Joachim Lohse.

Bremen Vier:
UKW Bremen 101,2 und Bremerhaven 100,8 MHz,
im Digitalradio, via Satellit, im Kabel,
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