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Radio Bremen-Produktion „Helden der Zukunft“ gewinnt den Alternativen Medienpreis 2015

21. Mai 2015

Die Radio Bremen-Produktion „Helden der Zukunft“ für ARTE hat den Alternativen Medienpreis 2015 gewonnen, wie die Träger des Preises, die Nürnberger Medienakademie und die Stiftung Journalistenakademie, heute (21.5.) bekannt gaben. 

Der Film „Helden der Zukunft“ wirft aus der Zukunft des Jahres 2065 einen Blick auf die heutige Zeit und sucht Antworten auf die Frage, wie man in 50 Jahren auf unsere Gegenwart zurückblicken wird. 

„Warum nun der Alternative Medienpreis für einen professionellen ARTE-Film zum allgegenwärtigen Thema ‚Nachhaltigkeit‘? Weil die Darstellungsform eine alternative ist – sie funktioniert, indem sie über fiktive zeitliche Distanz eine Nähe zur Gegenwart schafft“, so der Juror in der Kategorie Video/TV/Film und Laudator Malte Burdekat. 

„Helden der Zukunft“ ist eine Produktion der Bremedia Produktion GmbH im Auftrag von Radio Bremen in Zusammenarbeit mit ARTE und wurde am Freitag, 6. März 2015, 22.50-23.50 Uhr, auf ARTE gezeigt.

Buch und Regie:Anja Krug-Metzinger
Kamera:Lür Wangenheim
Ton:Ruth Reeh-Georgi
Schnitt:Birgit Hemmerling
Produktion:Hannah Lenitzki, Tina Maibach
Redaktion:Mechtild Lehning, Radio Bremen

Der Alternative Medienpreis

Der Alternative Medienpreis zeichnet 2015 zum 16 Mal Journalistinnen und Journalisten aus, die gesellschaftliche Missstände kritisch durchleuchten und Themen aufgreifen, die von den großen Medien vernachlässigt werden. Je zwei innovative journalistische Beiträge aus den Kategorien Internet, Print und Audio werden prämiert. Die Preise sind mit jeweils 500 € dotiert. Die Preisverleihung findet am Freitag, 22. Mai 2015 um 20 Uhr am Bildungszentrum in Nürnberg statt. Weitere Informationen unter http://www.alternativer-medienpreis.de/

„Helden der Zukunft“

Wie wird man in 50 Jahren auf unsere Gegenwart zurückblicken? Wie werden unsere Nachfahren unser Handeln aus der Distanz bewerten? Der Film „Helden der Zukunft“ wirft aus der Zukunft des Jahres 2065 einen Blick auf die heutige Zeit. Aus ihrer virtuellen Bibliothek der Zukunft eröffnet die Sängerin Emaline Delapaix als Sinnbild für Europa einen atemberaubenden Blick auf unseren Planeten und seine heutigen Bewohner: Finanzkrisen, Ressourcenverknappung, Bürgerkriege und Migrationswellen; das drohende Ende der alten Ordnung vor dem Hintergrund einer nie dagewesenen Kulisse ungeheurer Naturkatastrophen.

„Europa“ erblickt aber auch junge Frauen und Männer, die versuchen, das Ruder herumzureißen: „Helden der Zukunft“, für die die globalisierte Welt kein abstraktes Gebilde ist, sondern eine ganz konkrete Zukunft, auf die sie aktiv Einfluss nehmen wollen. Mit Carrotmobs, Repair-Cafés, Internet-Kampagnen und Videokunst protestieren sie gegen die Maßlosigkeit der Wachstumsgesellschaft, gegen Armut, Korruption und die Missachtung von Menschenrechten. Der Widerstand dieser jungen Aktivisten ist intelligent, undogmatisch, bunt, kreativ und erfolgreich; ihr Handeln möglicherweise demokratischer und effektiver als die Vereinten Nationen.

Während in politischen Debatten langsam und schwerfällig Gesetze verabschiedet werden, mobilisieren sie zehntausende Menschen dazu, auf dringende internationale Themen Einfluss zu nehmen; der Konsum ist der Hebel, ihre Ideen auch politisch durchzusetzen. Mit Videokunst verschaffen sie Migranten und Flüchtlingen auf ungewöhnliche Weise Gehör – zuletzt im schwedischen Parlament. In futuristischem Ambiente – begleitet von Europas Seelenklängen – erleben wir „Helden der Zukunft“, deren Optimismus und Lebensfreude ansteckend wirken. Der Film macht Mut, die Lücke zu schließen – zwischen der Welt, die wir haben, und einer Welt, die wir uns wünschen.

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