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Radio Bremen-Film "Oma & Bella" erhält Ehrung vom Grimme-Institut

19. März 2014

Radio Bremen-Film "Oma & Bella" erhält Ehrung vom
Grimme-Institut

Der Radio Bremen-Film "Oma & Bella" wird vom Grimme-Institut mit dem Eberhard-Fechner-Förderstipendium der VG Bild-Kunst ausgezeichnet. Der bei Arte ausgestrahlte Film von Alexa Karolinski porträtiert die jahrzehntelange Freundschaft zweier jüdische Frauen, die in Berlin leben. "Welch ein sinnlicher Film!", urteilt die Jury des Grimme-Instituts.

"Oma & Bella" ist ein Film über eine "Alters-WG" in Berlin: "Oma & Bella" sind Regina Karolinski und Bella Katz, zwei 87 und 91 Jahre alten Freundinnen, die ihre jüdische Holocaustvergangenheit und Liebe zu jüdischem Essen verbindet. Filmemacherin Alexa Karolinski, die Enkelin von "Oma", folgt den beiden Frauen durch ihren Alltag und gewährt Einblicke in die gemeinsame Charlottenburger Wohnung. „Oma und Bella: das sind zwei liebenswerte, humorvolle und interessante Protagonistinnen, die allen sofort ans Herz wachsen können. Doch Alexa Karolinski beweist ihre Kunst darin, die beiden in Szene zu setzen, ohne künstlich zu inszenieren. Auf der ihnen gebührenden Bühne lassen sie nicht allein an kulinarischer Weisheit teilhaben, sondern zudem an Lebensrezepten“, schreibt die Jury des Grimme-Instituts.

Die Jury bezeichnet es als wichtiges Anliegen, die wenigen noch lebenden Shoah-Überlebenden vor die Kamera zu bringen und sich mitteilen zu lassen. "Gleichwohl ist es weniger die Massenvernichtung, die hier im Kern thematisch wird; vielmehr vom Leben und Überleben handelt er, sowie vom Entschluss, ausgerechnet im Land der Täter eine Heimat zu finden."

Entstanden seien 75 philosophische Minuten über Leben und Tod, Erinnern und Vergessen, Freundschaft und das Älterwerden. Obwohl die Autorin Alexa Karolinski nicht nur Beobachterin, sondern auch Teilnehmerin sei, nehme sie sich wohl wissend zurück: „Sie führt vor, dass zuweilen mehr erreicht, wer zuhört, anstatt drauflos zu reden,“ so die Jury, die „Bella & Oma“ eine bemerkenswerte Abschlussarbeit einer Autorin nennt, die auf weitere Filme darauf hoffen lasse. „Das Förderstipendium soll ermutigen, die nächsten Ideen in die Tat umzusetzen.“

Der 75 Minuten lange Dokumentarfilm "Oma & Bella" wurde am Montag, dem 11. Februar 2013 um 23.30 Uhr auf ARTE erstausgestrahlt. Er lief auch mit großem Erfolg auf der Berlinale.

Internetseite des Films „Oma & Bella“: http://omabella.com/german.html

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