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Bayerischer Fernsehpreis für "Neue Vahr Süd"

10. Juni 2011

Frank Lehmann mit seinem Freund Martin [Quelle: WDR, Thomas Kost]
Frank Lehmann mit seinem Freund Martin [Quelle: WDR, Thomas Kost]

Bayerischer Fernsehpreis für "Neue Vahr Süd"

Die "Neue Vahr Süd"-Regisseurin Hermine Huntgeburth wurde in München mit dem Bayerischen Fernsehpreis 2011 ausgezeichnet. In Anwesenheit von Ministerpräsident Horst Seehofer wurde der Regisseurin im Rahmen einer Fernseh-Gala der "Blaue Panther" überreicht, das Symbol des Bayerischen Fernsehpreises, der mit 10.000 Euro dotiert ist. "Neue Vahr Süd"-Hauptdarsteller Frederick Lau wurde als bester männlicher Schauspieler in der Kategorie Fernsehfilm mit dem "Blauen Panther" geehrt. Der Bayerische Fernsehpreis wird seit 1989 von der Bayerischen Staatsregierung für herausragende Leistungen im deutschen Fernsehen verliehen.

Die Preisträger wurden von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Die zehn Jurymitglieder lobten in ihrer Begründung, dass Hermine Huntgeburth den Ton der literarischen Vorlage von Sven Regener exakt treffe: "Der Film gibt die Zeit, in der der Roman spielt, in ihrem äußeren Rahmen wie in der Gefühlswelt der Protagonisten authentisch wieder und findet gleichzeitig zu einer geschlossenen neuen Form. Besonders eindrucksvoll ist dabei ihre Interpretation des Protagonisten Franky", gespielt von Frederick Lau. Dem jungen Darsteller sei es gelungen, der Rolle des Bundeswehrrekruten eine leichtfüßige, nicht überzogene komödiantische Zeichnung zu verleihen, begründete die Jury die Auszeichnung für Frederick Lau.

Bereits nach der Auszeichnung von "Neue Vahr Süd" mit dem renommierten Grimme-Preis im April, hatte Radio Bremen-Programmdirektor Dirk Hansen die mitwirkenden Bremerinnen und Bremern gelobt: "Bei den Dreharbeiten in Bremen war es geradezu rührend, wie engagiert sich die Menschen dieser Stadt an der Inszenierung des Romans beteiligt haben. Bis in die Komparsenrolle wollten sie der Vorlage gerecht werden. Dass das so gut gelungen ist und nach dem Grimme-Preis auch noch mit dem Bayerischen Fernsehpreis gewürdigt wurde, freut uns sehr. Mein herzlicher Dank geht an alle, die sich daran beteiligt haben."

Die Literaturverfilmung "Neue Vahr Süd" nach dem Erfolgsroman von Sven Regener spielt im Jahr 1980. Hunderttausende Friedensdemonstranten gingen gegen den Nato-Doppelbeschluss mit seiner drohenden atomaren Aufrüstung auf die Straße. 1980 war aber auch das Jahr, in dem Werder Bremen, trotz Thomas Schaaf und Dieter Burdenski in die Zweite Bundesliga abstieg. Im Mittelpunkt der Filmgeschichte steht Frank Lehmann (Frederick Lau), dessen Wohngemeinschaft im Bremer Ostertor ist typisch für diese Zeit. Die Vorreiter der 68er-Bewegung haben ihre Pionierarbeit bereits geleistet, jetzt folgen all die jungen Leute aus dem kleinbürgerlichen Milieu, die ihr Elternhaus hinter sich lassen und anders leben wollen – politisch, kritisch, gemeinsam. "Alternativ" heißt das Zauberwort. Und nicht selten wird hier der Lebensstil zur Glaubensfrage. Und mittendrin steht einer wie Frank Lehmann, der schlicht vergessen hat, zu verweigern…

"Neue Vahr Süd" ist eine Studio Hamburg Film-Produktion (Lisa
Blumenberg) im Auftrag von WDR (Redaktion: Michael André) und
Radio Bremen (Redaktion: Annette Strelow), gefördert von der Filmstiftung NRW, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und der Nordmedia Niedersachsen/Bremen.

Fotos von der Preisverleihung können unter
www.bayern.de/Medienpreise-.1573.10184625/index.htm
abgerufen werden.

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