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Radio Bremen-Autor Christian Schwalb mit Ernst-Schneider-Preis ausgezeichnet

11. Oktober 2017

Der Radio Bremen-Reporter Christian Schwalb ist für seine Beitragsserie "Problem oder Potenzial? Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt" mit dem Ernst-Schneider-Preis ausgezeichnet worden. Den mit 5000 Euro dotierten Preis erhielt Schwalb am Dienstag, dem 10. Oktober in Berlin in der Kategorie Hörfunk Kurzbeitrag. Die Beiträge wurden Anfang 2016 für das Nordwestradio produziert, das inzwischen in Bremen Zwei umbenannt wurde. Der Ernst-Schneider-Preis ist der Journalistenpreis der deutschen Wirtschaft und wird in sechs Kategorien verliehen.

„Der Autor vermittelt in der Wochenserie tiefe Einblicke in US-amerikanische Integrationskonzepte von Migranten, die Arbeit in den Mittelpunkt der Eingliederung stellen, er zieht Parallelen zu Deutschland, vergleicht Pragmatismus mit Gründlichkeit, ordnet ein und bezieht Stellung,“ heißt es in der Begründung der Jury.

Zur Recherche für die Beitragsserie war Christian Schwalb Ende 2015 mit einem Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung in die USA gereist. Es ging ihm um die Rolle, die Migranten dort auf dem Arbeitsmarkt haben und inwieweit das traditionelle Einwanderungsland USA in der Flüchtlingsfrage als Vorbild für Deutschland dienen könnte.

Dass Christian Schwalb den Ernst-Schneider-Preis erhalten hat, sei sowohl für ihn als auch für Radio Bremen ein großer Erfolg, sagt Programmdirektor Jan Weyrauch. „Christian Schwalb hat sich die Situation in Amerika genau angesehen früh erkannt, dass ‚Arbeit haben‘ bei der Integration von Geflüchteten von entscheidender Bedeutung ist. Genau solche Hintergrundinformationen machen unser Kultur- und Informationsprogramm Nordwestradio bzw. jetzt Bremen Zwei so besonders.“

Christian Schwalb freut sich über die Auszeichnung. „Das ist eine große Anerkennung für meine Arbeit als Wirtschaftsreporter, bei der es mir immer auch darum geht, Wirtschaft begreifbar und spannend darzustellen. Schließlich betrifft 'Wirtschaft' uns alle, jeden Einzelnen von uns."

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