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Radio-Bremen-Musikproduktion

Musikpreis für Barockoper

Tonmeisterin Renate Wolter-Seevers mit Grammy ausgezeichnet

9. Februar 2015

Nominiert für einen Grammy war sie jetzt zum vierten Mal, diesmal hat sie ihn bekommen – die Tonmeisterin Renate Wolter-Seevers ist mit einem Grammy in der Kategorie "Best Opera Recording" ausgezeichnet worden. Sie leitete die Aufnahme der Barockoper "La Descente d’Orphée aux Enfers“ (Orpheus in der Unterwelt) von Marc-Antoine Charpentier mit dem Boston Early Music Festival im Sendessal. Der Grammy gilt als der größte internationale Musikpreis für Künstler und Aufnahmeteams. Der Preis ist von der Bedeutung vergleichbar mit dem Oscar in der Filmindustrie.

Renate Wolter-Seevers Musikproduktionsleiterin Nordwestradio [Quelle: Radio Bremen, Braño Tomanik]
Tonmeisterin Renate Wolter-Seevers leitete die Produktion. [Quelle: Radio Bremen, Braño Tomanik]

Tonmeisterin Renate Wolter-Seevers

Programmdirektor Jan Weyrauch freut sich über die Auszeichnung und gratuliert der Grammy-Preisträgern. "Eigentlich heißt es ja, dreimal ist Bremer Recht. Dass es nun beim vierten Anlauf endlich geklappt hat, ist eine großartiger Erfolg für eine herausragende und beständig gute Arbeit.“

Dass das Ensemble zur Produktion der aktuellen Opern-CD im letzten Sommer nach Bremen reiste, hat Tradition. Stephen Stubbs, einer der Leiter des Kammerensembles, lebte lange in Bremen, lehrte an der Hochschule der Künste, so dass schon vor vielen Jahren Kontakte geknüpft wurden. Inzwischen sind seit 2003 acht Opernaufnahmen im Sendesaal Bremen realisiert worden. Als besonderer Vorteil wird vom Ensemble die Tatsache empfunden, dass in Deutschland ein Tonmeister die Aufnahmen professionell leitet, was in amerikanischen Studios so nicht üblich ist.

Höfische Oper von Charpentier

Marc-Antoine Charpentier [Quelle: Wikipedia/gemeinfrei]
Marc-Antoine Charpentier [Quelle: Wikipedia/gemeinfrei]

Die höfische Oper erzählt von der mythischen Gestalt des berühmten Dichter-Musikers Orpheus  und war damals als konzertante Theateraufführung geplant, als Schauspiel mit Tänzen, Sängern, Bühnenbildern und Maschinerie. Die Geschichte des Orpheus, der seine Gattin Eurydike aus der Unterwelt befreit, scheint in Charpentiers Zeit eine Allegorie der Vereinigung von Seele und Körper gewesen zu sein, ein überzeugendes Beispiel für ewige eheliche Freundschaft und Liebe.

Weltweit führendes Ensemble

Das Boston Early Music Festival (BEMF) gilt als weltweit führendes Ensemble auf dem Gebiet der Alten Musik. Es wurde 1980 von amerikanischen und europäischen Experten für die historische Aufführungspraxis gegründet und hat sich seither einen glänzenden internationalen Ruf erspielt. Dazu gehört auch eine Konzertserie, die alljährlich die Stars der Branche nach Boston und New York bringt und die von einer einwöchigen Biennale mit Ausstellung begleitet wird, zu der Künstler, Journalisten und Musikwissenschaftler aus aller Welt anreisen. Boston wurde von der US-Presse zur "Hauptstadt der Alten Musik" erklärt.

Die Besetzung vom Boston Early Music Festival Chamber Ensemble [Quelle: Radio Bremen, Renate Wolter-Seevers]
Das Ensemble: Solist Aaron Sheehan, der die Titelrolle des Orpheus gesungen hat, in der Mitte Stephen Stubbs, zweiter von rechts Paul O'Dette. Stubbs und O'Dette sind die beiden musikalischen Direktoren des Emsembles. Dazwischen stehen weitere Mitglieder vom Ensemble. [Quelle: Radio Bremen, Renate Wolter-Seevers]

An der Aufnahme waren folgende Künstler beteiligt:

  • Orphée: Aaron Sheehan
  • Euridice: Amanda Forsythe
  • Pluton: Douglas Williams
  • Proserpine & Enone: Dorothee Mields
  • Apollon & Titye: Jesse Blumberg
  • Daphné & Aréthuse: Teresa Wakim
  • Ixion: Jason McStoots
  • Tantale: Zachary Wilder
  • Boston Early Music Festival Vocal & Chamber Ensemble
  • Leitung: Paul O’Dette und Stephen Stubbs

Das Album ist bei der Firma CPO erschienen.

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