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Ausgezeichnet

Auszeichnung für Radio Bremen-Film "Die Gelübde meines Bruders"

Die bei ARTE gesendete Radio Bremen-Produktion "Die Gelübde meines Bruders“ (Redaktion: Mechthild Lehning) ist auf dem Internationalen Festival "Religion Today“ im norditalienischen Trient als "Beste Dokumentation" ausgezeichnet worden.

Der Bruder der Filmemacherin Stephanie Weimar, Gregor, will katholischer Ordensbruder bei den Steyler Missionaren werden und sie versteht die Welt nicht mehr. Die 93 Minuten lange Dokumentation wurde bei der Bremedia in Bremen geschnitten und am 13. August 2014 auf ARTE gesendet.

"Die Jury würdigt "Das Gelübde meines Bruders“ als ehrlichen und aufrichtigen Film. Obwohl die Filmemacherin im Glauben an die Kirche aufgewachsen ist, entscheidet sie sich als Erwachsene dagegen. Für ihren Bruder allerdings ist der Glaube unverrückbar. Er akzeptiert die Mängel der Institution Kirche. Der Erkenntnisgewinn der Filmemacherin ist vielschichtig. Während die Familienbande heftig strapaziert werden ergeben sich Dialoge, die geistvoll, farbig und erhellend sind."

Das Film-Festival "Religion Today" gibt es seit 1997. Es soll eine Kultur des Dialogs zwischen den Religionen fördern, einen Ort der Begegnung schaffen und dazu beitragen, religiöse Filme zu verbreiten.

ARTE schreibt über die Dokumentation:

"Gregor, der Bruder der Filmemacherin Stephanie Weimar, fasst den Entschluss, katholischer Ordensbruder bei den Steyler Missionaren zu werden und das Ewige Gelübde abzulegen. Seine Schwester ist mit dieser Entscheidung nicht einverstanden. Sie kann nicht verstehen, wie man allen Ernstes darüber nachdenken kann, ein Leben in Keuschheit, Armut und Gehorsam zu führen. Sie selbst glaubt nicht an Gott und steht der Kirche, ihrer politischen Linie und ihren Tätigkeiten äußerst kritisch gegenüber.

Der Dokumentarfilm beginnt im Sommer 2011. Gregor hat noch ein Jahr Zeit, bis er sich entscheiden muss, ob er die Ewigen Gelübde wirklich ablegen will und sich für immer an die Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare binden möchte. Der Film verfolgt, wie Gregor damit ringt, eine Entscheidung zu treffen. Und er zeigt, wie die Filmemacherin versucht, die Wahl dieses Lebensweges zu verstehen und zu akzeptieren. Falls ihr Bruder das Gelübde tatsächlich ablegt, ist es gut möglich, dass er zu einer Missionsstation irgendwo in der Welt gesandt wird - ohne jemals nach Hause zurückzukehren.

Stephanie Weimar besucht ihren Bruder, zu dem sie Zeit ihres Lebens ein eher schwieriges Verhältnis hatte, im Kloster St. Augustin. Doch alle Versuche der Annäherung enden im Streit. Gregor verteidigt seinen Glauben, doch ist er sich gleichzeitig überhaupt nicht sicher, ob er sein Leben wirklich endgültig der katholischen Missionsarbeit widmen will. In vielen schlaflosen Nächten ringt er mit solch extrem schwierigen Fragen, zum Beispiel ob er niemals Sex, einen Partner oder eine eigene Familie haben wird, oder was es bedeutet, alle weltlichen Güter einfach aufzugeben. Der Tag, an dem Gregor seine Gelübde ablegen soll, rückt immer näher."

Trailer "Die Gelübde meines Bruders" Interview der "Steyler Missionare" mit der Autorin Stephanie Weimar
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