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Geiseldrama als Vorlage

Drehstart für zweiteiligen Fernsehfilm "Gladbeck"

Am Montag, 18. Juli, haben die Dreharbeiten für zweiteiligen Fernsehfilm "Gladbeck" begonnen. ARD Degeto, Radio Bremen und Ziegler Film rekonstruieren in einem aufwendig inszenierten Drama die tragischen Ereignisse des Sommers 1988.

Gladbeck, 16. August 1988: Aus einem fehlgeschlagenen Banküberfall entwickelt sich eine dreitägige Geiselnahme. Während die Täter dabei zu Medienstars avancieren, verliert der deutsche Journalismus seine Unschuld – und drei Menschen am Ende ihr Leben. Der Zweiteiler "Gladbeck" schildert ein Verbrechen, das sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt hat, und geht der Frage nach, welche Mechanismen wirken müssen, damit Menschen das Empfinden für moralische Integrität, Recht und Gesetz verlieren.

Drei Männer und zwei Frauen vom Produktionsteam "Gladbeck" [Quelle: ARD]
Von links nach rechts: Armin Franzen (Kamera), Matthias Adler (Producer), Regina Ziegler (Produzentin), Kilian Riedhof (Regisseur), Carolin Haasis (Redakteurin, ARD Degeto). [Quelle: ARD]

Nach dem Drehbuch von Holger Karsten Schmidt ("Mord in Eberswalde") und unter der Regie von Kilian Riedhof ("Der Fall Barschel"), der auch am Drehbuch mitgearbeitet hat, stehen die Schauspieler Zsa Zsa Inci Bürkle, Sascha A. Gersak, Arnd Klawitter, Ulrich Noethen, Alexander Scheer, Martin Wuttke und viele mehr vor der Kamera von Armin Franzen.

Zum Inhalt

Deutschland, Sommer 1988: 54 Stunden lang halten zwei Bankräuber mit den Geiseln die Republik in Atem. Ein Wettlauf der Medien beginnt: Heerscharen von Journalisten begleiten die Geiselnehmer auf ihrer Flucht, Fernsehen und Radio sind rund um die Uhr live dabei – erstmals dokumentieren sie ein Verbrechen in Echtzeit und verlieren dabei völlig die Distanz zu den Leidtragenden. Die Bilder, die dabei entstehen, brennen sich dem Betrachter ein; noch nie war er so nah, so "echt" dabei. Die Tür zu einer neuen Art der Berichterstattung wird aufgestoßen. Unter permanenter öffentlicher Beobachtung trifft die Polizei in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bremen, die auf dieses spektakuläre Verbrechen nicht vorbereitet ist, eine Reihe von schwerwiegenden Fehlentscheidungen. Der Film "Gladbeck" wird die Ereignisse des Sommers 1988 aus verschiedenen Blickwinkeln erzählen und eine Verkettung von Umständen zeigen, die drei Menschen mit dem Leben bezahlen mussten.

Der Zweiteiler "Gladbeck" wird gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW, der Filmförderung der MFG Baden-Württemberg und der Nordmedia. Beta Film übernimmt den Weltvertrieb, Polyband Medien den Home-Entertainment-Vertrieb.

"Gladbeck" ist eine Produktion von Ziegler Film in Koproduktion mit ARD Degeto und Radio Bremen für Das Erste. Produzentin ist Regina Ziegler, Producer Matthias Adler. Die Redaktion bei der ARD Degeto haben Carolin Haasis und Sascha Schwingel. Für Radio Bremen zeichnet Annette Strelow verantwortlich. Gedreht wird unter anderem in Köln, Gladbeck, Bremen, Duisburg und Düsseldorf. Ein Ausstrahlungsdatum ist noch nicht bekannt.
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