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Flughafen Bremen

Beschäftigte einer Tochterfirma im Warnstreik

19. April 2017, 12:45 Uhr

Rund 50 Beschäftigte der Bremen Airport Handling GmbH (BAH) haben sich am Mittwoch an einem Warnstreik auf dem Gelände des Flughafens beteiligt.

Das neue Logo des Bremen Airport über dem Eingang zum Terminal. [Quelle: Radio Bremen, Martin von Minden]
In Bereichen der Abfertigung kann es heute zu Verzögerungen kommen. [Quelle: Radio Bremen, Martin von Minden]

Mit der Aktion wolle man den Druck erhöhen, um eine Tarifbindung für die neu gegründete Tochtergesellschaft auf der Basis des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes zu erreichen, sagte Vera Visser, die Verhandlungsführerin der Vereinten Dienstleistungsgewerkshaft (Ver.di). Die Gewerkschaft fordert unter anderem mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Nach Angaben der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) kam es durch die Aktion zu Verzögerungen bei der Abfertigung des Gepäcks. Dies hat der Flughafen auf Nachfrage aber nicht bestätigt.

Flughafen sieht Gewerkschaft in der Pflicht

Zum 1. Januar wurden rund 100 Beschäftigte unter anderem aus den Bereichen Fracht, Abfertigung und Bodenverkehrsdienst in die BAH ausgegliedert. Die Gewerkschaft befürchtet eine Tarifflucht mit dem Ziel "erheblicher Einsparungen" im Personalbereich. BAH-Geschäftsführer Dettmar Dencker warf Ver.di "Tarifdilettantismus" vor. Die Kollegen würden nur unzureichend und seiner Meinung nach auch falsch über den Stand der Tarifverhandlungen informiert.

Weniger Lohn "kein Thema"

Der Flughafen Bremen hat der Gewerkschaft in einer offiziellen Mitteilung vorgeworfen, die betriebliche Altersvorsorge zu gefährden. Flughafen-Personalchefin Petra Höfers kritisierte, Ver.di habe sich monatelang Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten verweigert und stattdessen fast ausschließlich über die Bedingungen der Betriebsräte verhandelt. Außerdem gebe es keine Pläne, den Betroffenen künftig weniger Lohn zu zahlen.

Dieses Thema in den Hörfunknachrichten von Radio Bremen: 19. April 2017, 11 Uhr

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