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Elektroschocker in Bremerhaven

Polizeigewerkschaft begrüßt Taser-Test

17. März 2017, 14:18 Uhr

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßt den geplanten Test von sogenannten Tasern in Bremerhaven. Er sei "davon überzeugt, dass diese Geräte ein probates Einsatzmittel sind, um einen Angreifer wirksam außer Gefecht zu setzen", sagte der Bremer DPolG-Landesvorsitzende Jürn Schulze.

Taserpistole verschießt Drähte [Quelle: dpa, Rainer Jensen]
Eine Taserpistole verschießt Drähte, die unter Strom stehen. Dadurch macht sie die Angegriffenen vorübergehend handlungsunfähig. [Quelle: dpa, Rainer Jensen]

Für die Ablehnung der Grünen zeigt die Gewerkschaft kein Verständnis. "Natürlich ist auch ein Elektroimpulsgerät potentiell gefährlich, und natürlich weiß ich auch, dass es Todesfälle gab", so Jürn Schulze. Laut US-amerikanischen Studien seien bei 1.000 Taser-Einsätzen nur drei Angegriffene in ein Krankenhaus eingeliefert worden. In Deutschland würden außerdem "viel strengere Regeln" für Waffeneinsätze gelten, sagte der Gewerkschaftsvertreter weiter.

Landesweiter Test scheiterte an den Grünen

Die Bremer SPD wollte den Pilotversuch mit den Elektroimpuls-Waffen zunächst landesweit durchführen. Dagegen hatten sich aber die Grünen gewandt – in ihrem Wahlprogramm fordern sie eine komplette Streichung dieser Waffenart aus dem Polizeigesetz. Die Risiken der Waffe seien noch nicht ausreichend erforscht. Weil für einen landesweiten Einsatz beide Koalitionspartner hätten zustimmen müssen, soll der Test auf die Stadt Bremerhaven beschränkt werden. Die Entscheidung der städtischen Gremien steht noch aus. Eine Zustimmung wird aber erwartet, da in Bremerhaven SPD und CDU regieren.

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