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Zukunftspläne in Bremen

Streit bei Rot-Grün um Kellogg-Gelände

18. März 2017, 10:40 Uhr

In der rot-grünen Regierungskoalition in Bremen gibt es offenbar Streit um die Zukunft das Kellogg-Geländes in der Überseestadt in Bremen. Bausenator Joachim Lohse (Grüne) hat laut einem Bericht des "Weser-Kurier" Pläne, über die bereits Ende April die Baudeputation entscheiden soll. Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) kritisiert das als Alleingang.

Werkgelände von oben [Quelle: Radio Bremen]
Seit Monaten wird darüber spekuliert, was mit dem Kellogg-Gelände passieren soll.

"Diese Ankündigung widerspricht allen Absprachen, die zwischen unseren Häusern und im Senat bislang getroffen wurden“, schreibt Wirtschaftssenator Günthner dem Bericht zufolge in einem Brief an seinen Senatskollegen Lohse. Diese einseitige Festlegung auf ein bestimmtes Verfahren belaste den weiteren Planungsprozess massiv, so Günthner weiter.

Für Günthner ein Affront

Die Cornflakes-Fabrik verlässt Bremen – das ist sicher. Doch was geschieht dann aus dem 15 Hektar großen Gelände? Kellogg´s wird sein Grundstück wohl verkaufen und Bremen hat ein Auge darauf geworfen. Denn aus stadtplanerischer Sicht ist das citynahe Gelände an der Weser ein 1-A Standort.

Autor/-in: Kirsten Hartje
Länge: 2:49 Minuten
Datum: Freitag, 3. März 2017
Sendereihe: Online | Radio Bremen

Offenbar plant Bausenator Lohse auf dem 15 Hektar großen Grundstück und einigen Nachbargrundstücken eine sogenannte städtebauliche Entwicklungsmaßnahme. Das bedeutet: Wohnen und Arbeiten. Günthner bewertet das als Affront – gegen ihn und die Hafenwirtschaft. Lohse habe den Geschäftsverteilungsplan missachtet.

Lohse reagierte laut "Weser-Kurier" gelassen. Er sei die Schärfe in Günthners Ton bereits gewohnt.

Stadtplaner überlegen seit Monaten

Kellogg hatte im Oktober vergangenen Jahres bekannt gegeben, dass es sein Werk in Bremen schließen wird. Seitdem machen sich die Stadtplaner Gedanken, was aus dem riesigen Grundstück werden soll. Fest steht: Bremen muss das Gelände mit der Lage am Wasser kaufen, um es zu nutzen. Aber der Preis ist wohl hoch: Alles muss erschlossen und das restliche Gewerbe für den Umzug entschädigt werden. Außerdem ist der Boden zum Teil verseucht.

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Weitere Informationen:

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