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Hörspiel im Rundfunkmuseum

Die Tagebücher Ferdinand Benekes

Hörspiel-Präsentation in historischem Ambiente

31. März 2017, 18:00 Uhr | Bremer Rundfunkmuseum

Radio Bremen ist wieder zu Gast im Bremer Rundfunkmuseum. Diesmal führt Hörspiel-Redakteur Holger Rink den abschließenden Teil aus der Radio-Bremen-Trilogie "Die Geschichte meines Lebens. Die Tagebücher Ferdinand Benekes von 1792 - 1848" vor: "Das Jahr 1801" – und das zwei Tage vor der Erstsendung im Nordwestradio.

Füllfederhalter und ein Zwicker liegen auf beschriebenen Papier [Quelle: Imago, imagebroker]
Von 1792 bis 1848 schrieb Beneke auf, was er erlebte, dachte und fühlte – und das Tag für Tag. [Quelle: Imago, imagebroker]

In Teil 3 geht es um die Ereignisse und Benekes wichtigste Erlebnisse im Jahr 1801: Die Okkupation Hamburgs durch die Dänen und Benekes große Reise durch halb Deutschland, die er mit seinem Freund Schuhmacher über mehrere Monate unternommen hatte. Stationen waren Wilhelmshöhe bei Cassel, Bokenheim, Mannheim, Mainz, eine Rheinfahrt bis Coblenz. 1774 war das Geburtsjahr des Bremer Kaufmannssohns Ferdinand Beneke. In Hamburg ließ er sich als Jurist nieder, angezogenen von dem gesellschaftlichen Klima der freien hanseatischen Stadtrepublik. Hier gründete er eine Familie, bekleidete zahlreiche Ehrenämter und wichtige Funktionen in Politik und Gesellschaft. Er war ein Mann von Bildung, Manieren und Grundsätzen.

Ferdinand Beneke auf einem Stich [Quelle: Radio Bremen]
Ferdinand Beneke (1774-1848)

Beneke war Chronist seiner Zeit

Und er wurde Chronist seiner Zeit: Von 1792 bis in sein Todesjahr 1848 schrieb er auf, was er erlebte, dachte und fühlte – und das Tag für Tag. Hinterlassen hat Beneke eine unermessliche Fundgrube von insgesamt 5.000 handschriftlichen Aufzeichnungen und weitere 7.000 Seiten Akten, Briefe, Reiseberichte, Rechnungen, Zeichnungen. Er dokumentierte nicht nur die bedeutenden historischen Veränderungen, die Europa seinerzeit gesellschaftlich grundsätzlich umstrukturierten (Französische Revolution, Wiener Kongress etc.); seine gewissenhaften Selbstbeobachtungen und Gedanken spiegeln ebenso detailfreudig wie originell die privaten Lebensverhältnisse des erstarkenden Bürgertums vom Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts.

Hörprobe: 3. Teil: Das Jahr 1801 [2:54 Minuten]

Charlotte Drews-Bernstein lebt und arbeitet in Hamburg als Drehbuchautorin, Rundfunkautorin und Regisseurin. Nach einer Lehrtätigkeit am Goethe-Institut in Teheran und nebenberuflicher Hörfunkkorrespondenz für den NDR/SFB machte sie 1963 eine Ausbildung zur Radio-Autorin, im Anschluss arbeitete sie in mehreren Redaktionen des NDR. Sie ist Autorin zahlreicher Hörspielbearbeitungen für die deutschsprachigen Programme der Skandinavischen Rundfunkanstalten, Feature-Autorin und Drehbuchautorin.

  • Mitwirkende: Matthias Brandt, Lisa Hrdina
  • Musik: Jens Thomas
  • Bearbeitung und Regie: Charlotte Drews-Bernstein
  • Produktion: Radio Bremen 2017

Die Tagebücher Ferdinand Benekes von 1792 - 1848

Veranstaltungs-Details

Datum: Freitag, 31. März, 18 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr)
Bremer Rundfunkmuseum (BRM), Findorffstr. 22-24, Bremen
Telefon 0421 / 35 74 06
Der Eintritt beträgt 5,- Euro.

Veranstaltungsreihe "Hörspiel im Bremer Rundfunkmuseum"

Seit 2013 ist das Bremer Rundfunkmuseum Schauplatz für die Veranstaltungsreihe "Hörspiel im Bremer Rundfunkmuseum". Circa alle zwei Monate werden dort Radio-Bremen-Hörspiele vorgestellt, passend zum historischen Ambiente des Museums. Auf originalgetreuen Empfangsgeräten aus den 1930er bis zu den 70er Jahren sind Hörspiele im Radio-Sound der Zeit zu erleben. Das Besondere: Man kann – muss aber nicht – während der Vorführungen im Museum flanieren und gleichzeitig aus mehreren Geräten hören.

Ein orignalgetreuer Nachbau eines Radio Bremen Hörfunkstudios. [Quelle: Bremer Rundfunkmuseum]

Ein Blick in die Vergangenheit: ein orignalgetreuer Nachbau eines Radio Bremen Hörfunkstudios. Quelle: Bremer Rundfunkmuseum

Im Rundfunkmuseum befinden sich auch Geräte aus den 1930er Jahren. [Quelle: Bremer Rundfunkmuseum]

Unter den über 700 Ausstellungsstücken befinden sich auch Rundfunkgeräte aus den 1930er Jahren. Quelle: Bremer Rundfunkmuseum

Ein Einblick auf ein typisches Wohnzimmer der 50er Jahre mit dazugehörender Rundfunktechnik. [Quelle: Bremer Rundfunkmuseum]

Ein Einblick auf ein typisches Wohnzimmer der 50er Jahre mit dazugehörender Rundfunktechnik. Quelle: Bremer Rundfunkmuseum

Das Rundfunkmuseum wurde 1978 in einem alten Gebäude des Schlachthofes an der Bürgerweide eröffnet. [Quelle: Bremer Rundfunkmuseum]

Das Rundfunkmuseum wurde 1978 in einem alten Gebäude des Schlachthofes an der Bürgerweide eröffnet. 2000 zog es in die Findorffstraße um. Quelle: Bremer Rundfunkmuseum

Im Rundfunkmuseum wird neben Rundfunk- auch 60 Jahre Fernsehgeschichte präsentiert. [Quelle: Bremer Rundfunkmuseum]

Im Rundfunkmuseum wird neben Rundfunk- auch 60 Jahre Fernsehgeschichte präsentiert. Quelle: Bremer Rundfunkmuseum

Viele Geräte sind, durch die hauseigene Werkstatt, voll funktionsfähig. [Quelle: Bremer Rundfunkmuseum]

Viele Geräte sind, durch die hauseigene Werkstatt, voll funktionsfähig. Quelle: Bremer Rundfunkmuseum

Mehr zum Bremer Rundfunkmuseum:
Bremer Rundfunkmuseum

Genaue Adresse:
Bremer Rundfunkmuseum
Findorffstr. 22 - 24
28215 Bremen

Veranstaltungstermin:
31. März 2017, 18:00 Uhr

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