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2 nach 1

Elisabeth Niejahr

Hauptstadt-Journalistin

8. August 2017, 13:05 Uhr

Sie ist eine der ganz Großen im deutschen politischen Journalismus. Den Nordwestradio-Hörern ist Elisabeth Niejahr bestens bekannt als die Stimme aus Berlin, die uns jeden Dienstag in der Kolumne "Berlin Backstage" erzählt, wie es hinter den Kulissen im politischen Berlin zugeht. Sie ist bestens vernetzt und hat alle wichtigen Handy-Nummern.

Elisabeth Niejahr [Quelle: Elisabeth Niejahr, Oliver Kleinschmidt]
Elisabeth Niejahr [Quelle: Elisabeth Niejahr, Oliver Kleinschmidt]

Elisabeth Niejahr besteht auf ihrer Unabhängigkeit. Nie würde sie einen Politiker zu ihrem Geburtstag einladen oder eine Duz-Freundschaft beginnen. "Politik ist ein Geschäft", sagt Elisabeth Niejahr. Als Journalistin braucht sie natürlich die Nähe zur Macht und zu den Mächtigen, um sie auch kennenzulernen, aber bei allem Respekt für ihr Gegenüber – sie fühlt sich in erster Linie ihrem Leser verpflichtet. Und das bedeutet: Es darf keine falsche Rücksicht auf Politiker genommen werden.

Immer am Puls der Berliner Republik

Die große Verbundenheit zu ihrem Beruf ist Elisabeth Niejahr praktisch in die Wiege gelegt worden. Auch wenn ihr Vater seine Berufung auf einem ganz anderen Feld gefunden hatte. Er ist Pfarrer, und so wuchs Elisabeth Niejahr in einer Pfarrgemeinde in Schleswig-Holstein auf. Und während das kleine Mädchen Blumen auf diversen Hochzeiten streute und den Sonntag als einen besonders arbeitsreichen Tag erlebte, bekam sie beim väterlichen Vorbild mit, was es heißt, sich ganz mit der eigenen Arbeit zu identifizieren und eigentlich immer im Einsatz zu sein.  

Zwischen Spielplatz und Bundestag

Allerdings verschwimmen die Grenzen zwischen Schaffen und Freizeit im Leben von Elisabeth Niejahr seit gut einem Jahrzehnt nicht mehr so stark. Sie hat ein Kind und hat sich als alleinerziehende Mutter ein Ziel gesetzt: Nie will sie den Vorwurf hören, den der Schriftsteller Nick Hornby formuliert hat: "Mama, warum gehen wir immer erst auf den Spielplatz, wenn es dunkel ist?" Aber sie gibt zu: Inzwischen hört sie einen anderen Satz, den sie eigentlich nie hören wollte: "Mama, hörst Du mir überhaupt zu?"

Im sehr persönlichen "2 nach 1"-Gespräch erzählt Elisabeth Niejahr, mit welchen Strategien sie sich ein freies Wochenende erkämpft und welches Lob ihres Vaters sie wirklich stolz gemacht hat.

Das Gespräch zum Anhören:
Hauptstadt-Journalistin Elisabeth Niejahr [36:19 Minuten]

Moderation: Julia Meichsner

Dieses Thema im Programm: Nordwestradio, 8. August 2017, 13:05 Uhr

Mehr Informationen:

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