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Nordwestradio unterwegs

Rettung in Sicht?

Hoffen und Bangen um die Elbfähre Cuxhaven – Brunsbüttel

15. März 2017, 18:05 Uhr | Steubenhöft, Cuxhaven

Gibt es doch noch eine Zukunft für die Elbefähre Cuxhaven-Brunsbüttel? Die Reederei Elb-Link ist insolvent und hat den Betrieb Anfang März eingestellt, nur eineinhalb Jahre nach dem Start. Das Land plant nun eine Bürgschaft, damit die Fähre weiterfahren kann. Bei Nordwestradio unterwegs prallten die Ansichten von Befürwortern und Gegnern aufeinander. Und das Interesse der Bevölkerung war groß, es blieb kaum ein Stuhl frei.

Nordwestradio unterwegs [Quelle: Radio Bremen]
Wird der Fährverkehr zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel wieder aufgenommen? Darum ging es bei Nordwestradio unterwegs.

Mitschnitt der Diskussion: Zukunft für Elbfähre? [40:43 Minuten] Zusammenfassung der Diskussion [2:54 Minuten] Vorbericht: Elbfähre Cuxhaven – Brunsbüttel vor dem Aus? [4:13 Minuten]

Von Cuxhaven nach Brunsbüttel mit der Fähre – das hatte es 15 Jahre lang nicht gegeben; der Neustart der Verbindung vor anderthalb Jahren war ein Grund zum Feiern. Doch jetzt ist plötzlich Schluss. Das Unternehmen Elb-Link, das von estnischen Investoren gegründet wurde, hat Insolvenz angemeldet. Die Fähren sollen 1,4 Millionen Euro Verlust eingefahren haben.

Publikum bei Nordwestradio unterwegs zum Thema "Aus für die Elbfähre Elblink?" [Quelle: Radio Bremen]
Volles Haus und eine lebhafte Diskussion bei Nordwestradio unterwegs.

Dabei gab es im Sommer 2016 noch gute Anzeichen dafür, dass die Verbindung immer besser angenommen wird und sich rentieren könnte. Zwischen 80 und 90 LKW transportierte Elb-Link täglich. Nach einem Jahr Betrieb lag die Bilanz bei 12.000 Lastern, 66.000 PKW und 320.000 Passagieren – Tendenz steigend.

Anfang März dann das überraschende Aus, die rund 50 Mitarbeiter der Fähre stehen vor einer ungewissen Zukunft. Nun laufen auf politischer Ebene Gespräche über einen möglichen Neuanfang und die Gründung einer Auffanggesellschaft, um die Fährlinie mit mindestens einem Schiff weiter betreiben zu können. Kritiker sind skeptisch und warnen davor, Steuergelder hineinzustecken. Sie meinen, die Verbindung rechnet sich nicht.

Fragen:

  • Kann die Fährverbindung Cuxhaven-Brunsbüttel weiterbetrieben werden?
  • Und wenn ja, wie genau?
  • Ist sie notwendig für die wirtschaftliche Entwicklung an der Küste?
  • Lohnt es sich, das Unternehmen mit Steuergeld zu fördern?

Jürgen Greszkowiak, Rolf Geffken, Bernd Jothe, Enak Ferlemann, Moderator Stefan Pulß, Uwe Santjer, Daniela Behrens, Ulrich Getsch [Quelle: Radio Bremen]

Gesprächsteilnehmer:

  • Jürgen Greszkowiak, Ingenieur
  • Rolf Geffken, Arbeitsrechtler und Schifffahrtsexperte, Mitglied der Linken und Sprecher der Initiative "Rettet die deutsche Seeschifffahrt"
  • Bernd Jothe, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Cuxhaven und Bürgermeister
  • Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Kreisvorsitzender der CDU Cuxhaven
  • Uwe Santjer, Landtagsabgeordneter und Cuxhavener SPD-Unterbezirksvorsitzender
  • Daniela Behrens, SPD, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
  • Ulrich Getsch, Oberbürgermeister von Cuxhaven (parteilos)

Moderation: Stefan Pulß  
Redaktion: Dirk Bliedtner

Genaue Adresse:
Steubenhöft, Cuxhaven
Albert-Ballin-Platz 1
27472 Cuxhaven

Veranstaltungstermin:
15. März 2017, 18:05 Uhr

Weitere Informationen:

Elbfähre nun doch eingestellt
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