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Hörspiel

Seismographie des Hörspiels

Dreißig Jahre: "Hörspiel des Jahres"

30. Juli 2017, 17:05 Uhr

Ein Doppeljubiläum ist der Anlass, in einer vielstimmigen Sendung die Möglichkeiten und Entwicklungen des Genres Hörspiel auszuloten: Vor vierzig Jahren, im April 1977, wurde von der Deutschen Akademie der Darstellende Künste die Initiative "Hörspiel des Monats" ins Leben gerufen. Der später hinzugekommene Preis "Hörspiel des Jahres" wurde 2017 zum dreißigsten Mal vergeben.

Mikrofon auf blauem Hintergrund [Quelle: Radio Bremen, Montage]

Hörprobe: Seismographie des Hörspiels [3:00 Minuten]

Mehrere hundert Produktionen wurden in den vergangenen Jahrzehnten ausgezeichnet. Die Jurys wechselten jährlich und setzten sich aus Publizistinnen und Kritiker zusammen. Das Prinzip des kontinuierlichen Wechsels sorgte für die ständigen, häufig kontrovers geführten Diskussionen zur Qualität von Stücken, zu Kriterien der Beurteilung künstlerischer Produktion und zu Entscheidungen der Jury.

Eine der lebendigsten, phantasievollsten und formal variantenreichsten Kunstgattungen der Gegenwart

sagt Christoph Buggert, Autor und Mitglied des Präsidiums der Akademie, in diesem Zusammenhang das Hörspiel. Er lud Autoren, Komponisten, Regisseure und Regisseurinnen, Dramaturgen und Publizisten ein, für eine Hörspiel-Publikation der Akademie Beiträge zu verfassen: Gedankensplitter, Kurz-Essays, Kommentare, Erinnerungsfetzen, Fußnoten, Polemiken und Miszellen zum Zustand und den Perspektiven der Radiokunst.

Seismographie des Hörspiels versammelt viele Stimmen für eine Momentaufnahme zur Situation und zu den Entwicklungsmöglichkeiten jener Kunstform, die das Medium Radio hervorgebracht hat. Die Sendung stellt eine Auswahl der entstandenen Beiträge vor. Es ist eine Textauswahl, die überwiegend dramaturgische, programmliche und produktionsbezogene Aspekte und Überlegungen in den Mittelpunkt stellt. Zu Wort kommen u.a. Dramaturg/innen aller Hörspielredaktionen in Deutschland.

Holger Rink Hörspielproduzent Nordwestradio [Quelle: Radio Bremen, Braño Tomanik]
Holger Rink für Radio Bremen [Quelle: Radio Bremen, Braño Tomanik]

Die Beiträge stammen von:

  • Katarina Agathos
  • Regine Ahrem
  • Christoph Buggert
  • Thomas Fritz
  • Ulrich Gerhardt
  • Christina Hänsel
  • Manfred Hess
  • Stefanie Hoster
  • Herbert Kapfer
  • Sabine Küchler
  • Anette Kührmeyer
  • Jochen Meißner
  • Martina Müller-Wallraf
  • Holger Rink
  • Ursula Ruppel
  • Matthias Thalheim und Ulrike Toma.

Die Autor/innen sprechen ihre Text selbst.

Zusammenstellung und Realisation: Michael Farin
Produktion: BR 2017
Länge: 52‘50

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