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Glauben und Wissen

Europäische Raumfahrt

5. August 2017, 16:05 Uhr

In der europäischen Raumfahrt hat sich viel getan. Die ISS-Mission des Astronauten Alexander Gerst konnte im Netz und im Fernsehen verfolgt werden. Die europäische Weltraumorganisation Esa hat mit Matthias Maurer einen neuen Astronauten im Team. Und wir stellen zwei Frauen vor, die nach den Sternen greifen wollen.

Ein US-Astronaut bei einem Einsatz im Weltall [Quelle: Nasa]
Astronautinnen müssen zwischen 1,53 und 1,90 m groß sein. Wer älter als 37 ist, hat keine Chance ins All zu fliegen. [Quelle: Nasa]

Redaktion und Moderation: Tobias Nagorny

Die Finalistinnen der Initiative "Die Astronautin"

Nicola Baumann [Quelle: dpa, Michael Kappeler]
Nicola Baumann ist eine der beiden Frauen, die das Finale der Initiative "Die Astronautin" gewonnen hat. [Quelle: dpa, Michael Kappeler]

Nicola Baumann, Kampfpilotin aus Köln, und Insa Thiele-Eich, Meteorologin aus Bonn, haben das Auswahlverfahren der Initiative "Die Astronautin" gewonnen. Aber nur eine von ihnen soll in drei Jahren als erste Deutsche zu einer zehntägigen Forschungsmission zur internationalen Raumstation ISS aufbrechen. Die beiden Gewinnerinnen hatten sich im April 2017 gegen 400 Kandidatinnen durchgesetzt. Die beiden Finalistinnen sollen nun eine Ausbildung zur Astronautin beginnen. Nach Plan der privaten Initiative "Die Astronautin" wird eine von ihnen vor 2020 zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen – vorausgesetzt, das nötige Geld dafür kommt zusammen. Jens Otto stellt die beiden Frauen vor.

Nicola Baumann und Insa Thiele-Eich [3:52 Minuten]

Traum vom Flug ins All – Gespräch mit Insa Thiele-Eich

Astronautin Insa Thiele-Eich [Quelle: dpa]
Astronautin Insa Thiele-Eich [Quelle: dpa]

Ihre Faszination für die Raumfahrt, andere Galaxien und Lebensformen entstand schon mit acht Jahren. Insa Thiele-Eich, Tochter des Raumfahrers Gerhard Thiele, ist Meteorologin in Bonn. Im April 2017 bestand sie ein Auswahlverfahren des DLR. Wenn alles gut läuft, startet sie in drei Jahren ins All. Damit könnte sie die erste deutsche Frau im Weltall werden und zur Internationalen Raumstation fliegen. Über diesen Traum, die Bremer Crowdfunding-Kampagne "Die Astronautin" und das bereits bestandene Auswahlverfahren hören Sie ein Gespräch mit Insa Thiele-Eich.

Gespräch mit Insa Thiele-Eich 1 [13:40 Minuten] Gespräch mit Insa Thiele-Eich 2 [13:53 Minuten]

Matthias Maurer – der neue im Esa-Astronautenteam

Matthias Maurer [Quelle: ESA, Sabine Grothues]
Matthias Maurer [Quelle: ESA, Sabine Grothues]

Matthias Maurer aus dem Saarland erfuhr 2008 in der Tagesschau, dass die Europäische Raumfahrt-Agentur "Esa" neue Astronauten suchte. Er war sofort Feuer und Flamme. Eine ordentliche Portion Abenteuer gepaart mit Wissenschaft, Forschung und der Arbeit in internationalen Teams – das war genau das, was er wollte. Was dann kam, erforderte Geduld. Der promovierte Materialwissenschaftler Matthias Maurer bewarb sich beim Auswahlverfahren der Esa, bestand alle Tests – und wurde doch nicht genommen. Die Plätze waren vergeben. Der Generaldirektor der Esa bot ihm schließlich an, an anderen Raumfahrtprojekten mitzuarbeiten. Neben dem Survivaltraining lernt er zurzeit Russisch und Chinesisch, wichtige Sprachen für die internationale Zusammenarbeit.

Esa-Astronaut Matthias Maurer [24:15 Minuten]

Astronauten als Entertainer und Medienstars

Astronaut war lange ein Traumberuf. Doch dieser Trend nahm, spätestens seit dem Challenger-Disaster 1986, wieder stark ab. Nasa und die europäischen Kollegen bei der Esa setzen jetzt, wie 1969, wieder alles auf die Medien: Astronauten sind heute erreichbar auf allen Kanälen und Netzwerken, rund um die Uhr, bedienen Facebook, Twitter oder Youtube. Aus dem heroischen Sternenwanderer von damals ist ein Medienarbeiter und Botschafter im All geworden. Florian Bänsch über eine Berufsbild im Wandel.

Raumfahrt Hero [4:44 Minuten]

Dieses Thema im Programm: Nordwestradio, 05. August 2017, 16:05 Uhr

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