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Studiogäste

Zoe Rahman

15. März 2017

Zoe Rahman, Jazzpianistin aus Großbritannien, kommt für ein Exklusivkonzert ins Bremer Moments. Sie tritt im Rahmen des Festivals "Women in (E)motion" auf. Vorher war sie Gast bei uns im Studio und erzählte von ihrer Begeisterung für den Jazz, über ihre musikalische Familie und ihr neues Album "Dreamland".

Zoe Rahman [Quelle: Radio Bremen, Birgit Kock]
Vor ihrem Auftritt im Bremer Moments war die Jazzpianistin Zoe Rahman zu Gast im Nordwestradio. [Quelle: Radio Bremen, Birgit Kock]

Studiogespräch mit Zoe Rahman [9:14 Minuten]

Piano solo – das ist ohne Zweifel eine der Königsdisziplinen im Jazz. Den gestalterischen Freiheiten steht die Herausforderung gegenüber, mit jedem Ton, mit jedem improvisierten Moment Schritte ohne Netz und doppelten Boden zu wagen. Für Zoe Rahman seit geraumer Zeit ein Unterfangen mit anhaltendem Reiz. Im Oktober 2015 ging die Pianistin aus London ins Studio und nahm "Dreamland" auf, das erste Solo-Album ihrer Karriere. Der Großteil der Kompositionen stammt von ihr.

Die Auswahl der Fremdtitel, die sie eingestreut hat, sagt bereits etwas über ihre Haltung als Jazz-Frau. Stücke von Duke Ellington und Abdullah Ibrahim sind darunter, aber auch Themen ihrer Jazz-Kollegin Jessica Williams aus den USA und des bengalischen Philosophen, Malers und Musikers Rabindranath Tagore.

Intensive Auseinandersetzung mit der Jazztradition

Zoe Rahman [Quelle: Zoe Rahman, Ilze Kitshoff]
Zoe Rahman [Quelle: Zoe Rahman, Ilze Kitshoff]

Mit der Jazztradition hat sich Zoe Rahman intensiv auseinandergesetzt. Gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder Idris, mit dem sie bis heute gelegentlich zusammenspielt, hatte sie als Teenager begonnen, sich für Jazz zu interessieren. Aufgewachsen war sie in einem musikinteressierten Elternhaus in Chichester im englischen Süden. Der Vater stammt aus Bangladesh, die Mutter ist irisch-englischer Abstammung. Zoe Rahman studierte Musik in London und Oxford. Ebenso wichtig war die Zeit am Berklee College of Music, der bedeutendsten Jazz-Ausbildungsstätte in den USA. Dort gehörte Joanne Brackeen zu ihren LehrerInnen, eine der großen Pianistinnen des zeitgenössischen Jazz. Überhaupt wurden viele Frauen zu den Leitbildern der Engländerin.

Exklusivkonzert beim Festival "Women in (E)motion"

Seit 2001 veröffentlicht Zoe Rahman regelmäßig eigene Alben. Außerdem spielt sie in Gruppen von KollegInnen, darunter so klingende Namen wie Saxophonist Courtney Pine. Auch mit Tanz- und Theater-Companies arbeitet sie gelegentlich zusammen. In Großbritannien zählt sie zu den hoch angesehenen Persönlichkeiten des aktuellen Jazzgeschehens. In Bremen war die Britin, die heute Mutter eines knapp dreijährigen Sohnes ist, erstmals 2013, damals als Gast der internationalen Jazzmesse jazzahead!. Jetzt kommt sie exklusiv zu einem Soloabend im Rahmen des women in (e)motion-Festivals.

Zoe Rahman
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