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Der heilige Paul und die kaputten Knochen

12. Juli 2017

Welche Art von Musik spielt ein Mann, der sich St. Paul nennt und über Musiker verfügt, die die gebrochenen Knochen genannt werden? Ganz einfach: Leidenschaftlicher "Old-School-Soul". Über allem schwebt der Geist von Otis Redding.

Zwei junge Männer mit Bart und Kappe sitzen an einem Tisch vor Mikrofonen [Quelle: Radio Bremen, Ralph Stölting]
Jessie Phillips und "St. Paul and the Broken Bones"-Sänger Paul Janeway (rechts) im Nordwestradio-Studio [Quelle: Radio Bremen, Ralph Stölting]

St. Paul heißt bürgerlich Paul Janeway, stammt wie seine Musikerkollegen aus Birmingham in Alabama/USA. Das Debut-Album "Half the city" erschien 2014. Mittlerweile ist die Kapelle beim berühmten Glastonbury Festival in England aufgetreten. Im vergangenen Jahr waren sie eine der gefeierten Überraschungen des „A Summer’s Tale“-Festival in der Lüneburger Heide. Kurz darauf kam dann das aktuelle Album "Sea Of Noise" in die Läden. Damit versuchen St. Paul hörbar, eine Brücke zu schlagen zwischen klassischem Soul und aktuellen Pop-Ästhetiken.

Studio live: Paul Janeway und Jessie Phillips von "St. Paul and the Broken Bones" [13:32 Minuten]

Vor ihrem Konzert in der Music Hall Worpswede am Mittwochabend waren Paul Janeway (Sänger) und Jessie Phillips (Bassist) zu einem Interview im Nordwestradio. Empfangen von Moderator Martin Busch und einem richtig verregneten Bremer Sommertag. "Na ja, bis gestern war es hier wohl ganz gut, aber jetzt ist das ein Grau. Aber ein sehr nettes Grau!", so Janeway. Ihre Musik wird den Konzertbesuchern allerdings am Abend garantiert die Schweißperlen auf den Körper treiben. "Old-School-Soul", geprägt von der Musik der Sechziger. "Wir sind irgendwie auch Teil einer Gegenbewegung zu der künstlichen Pop-Musik aktueller Tage", so Bassist Jessie Phillips. Wir machen authentische Musik, Musik ist irgendwie auch Therapie. Wir machen auf der Bühne das, was wir fühlen und wollen!"

Drei Männer stehen vor einer Wand mit einem blauen Plakat und lächeln in die Kamera. [Quelle: Radio Bremen, Ralph Stölting]
Martin Busch mit Paul Janeway (rechts) und Jessie Phillips (links) nach dem Interview im Nordwestradio - bevor die Jungs zum Konzert nach Worpswede mussten... [Quelle: Radio Bremen, Ralph Stölting]

Die Lieder schreiben die Bandmitglieder meist gemeinsam. "Wir haben so viele gute Musiker an Bord, dass das ganz natürlich ist, dass da von jedem was kommt", so Bassist Jessie Phillips. Paul Janeway: "Ich mache und spiele zwar gerne Uptempo-Sachen, wo die Leute und ich so richtig ins Schwitzen kommen, aber die Balladen sind eigentlich die Stücke, die bewegen und ans Herz gehen. Beim letzten Album mussten wir uns fast zwingen, nicht zu langsame und zu tragende Balladen zu schreiben... (lacht)"

Dieses Thema im Programm: Nordwestradio, 12. Juli, 16:10 Uhr.

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