Livestream

Nordwestradio Musik Studiogäste

Jetzt neu: butenunbinnen.de, alles wichtige aus der Region

Studiogast Ingo Pohlmann

"Diese Platte trägt dieses Feuer in sich"

28. März 2017, 11:10 Uhr

"Diese Platte, die hat eine Strahlkraft – da muss man live erst mal rankommen." Ingo Pohlmann freut sich über sein neues Studioalbum "Weggefährten". Im Nordwestradio erzählt er, was in den vergangenen Jahren bei ihm passiert ist, dass er sich als Vater neu organisieren muss – und er singt live im Studio den Song "Gelassenheit". Heute tritt Pohlmann im Schlachthof in Bremen auf.

Pohlmann [Quelle: Radio Bremen]

Das ganze Gespräch zum Nachhören:
Ingo Pohlmann über sein Leben und sein neues Album [13:11 Minuten]

Vier Jahre hat es bis zu dem neuen Album gedauert. Das sei gar nicht so lange, sagte Pohlmann. Aber gleichzeitig sei sehr viel passiert in dieser Zeit. Beruflich, aber auch privat: Der 44-Jährige ist unter anderem Vater einer Tochter geworden.

Ich komme mir vor, als ob ich mit dem Ferrari ein paar Runden gedreht hätte und danach beim Boxenstopp ein Interview gebe.

Nicht mehr so wie früher

"Ich musste mich neu organisieren", so Pohlmann weiter. "Das ist nicht mehr alles aus der Hosentasche wie früher." Mehrere Tage nehme er sich für das Schreiben von Songs Zeit. Zwei Tage brauche er allein, um sich in seinen

"Gedanken und Universen zurechtzufinden, Songskripte und Notizen mit Gedanken zu verbinden. Und irgendwann schreibt man 30 oder 40 Stunden an einem Lied.

"Gelassenheit" ist einer dieser Songs auf seinem neuen Album, den er live im Nordwestradio-Studio spielte. Es gehe um "Gelassenheit in Bezug auf die Angstmacherei, die gerade in der Welt herrscht", erzählt Pohlmann und räumt ein, selbst nicht unbedingt gelassener geworden zu sein.

Ingo Pohlmann singt "Gelassenheit":
Ingo Pohlmann singt "Gelassenheit" [3:15 Minuten]

Mit der Platte aber ist der Musiker offensichtlich glücklich.

Weil die Platte wirklich wirklich gut geworden ist. Und die tatsächlich auch live geschliffen worden ist, bis sie ins Studio gegangen ist, und dementsprechend dieses Feuer in sich trägt.

Von der Maurerkelle zum Mikrofon

Geboren wurde Pohlmann in Rheda-Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen. Dort sollte er nach seiner Maurerausbildung eigentlich den Familienbetrieb übernehmen. Doch schon früh übte er mit seiner Gitarre, sang und schrieb eigene Lieder. Mit 16 spielte er in seiner ersten Band.

Nach Ausbildung und Zivildienst dann die große Frage: Was will ich mit meinem Leben anfangen? Pohlmann ging nach Hamburg, initiierte einen Open-Stage-Abend. Schon bald ist an diesen Montagabenden, an denen er auch mit seiner eigenen Band auftritt, der Club besser gefüllt als am Partysamstagen.

Thema im Programm: Nordwestradio, 28. März 2017, 11.10 Uhr.

Studiogäste