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Zu Gast im Nordwestradio

Jazztrompeterin Laura Jurd im Studio

18. Mai 2017, 16:10 Uhr

Ihr Debüt gab die britische Trompeterin gemeinsam mit ihrem Quartett "Dinosaur" im Rahmen der Jazzahead 2016. Ihre Musik ist eine Mischung aus Groove, Melodie und Hingabe für radikale Wechsel. Nun kommt das Quartett aus London zurück. Vor dem Konzert im Bremer Schlachthof war Laura Jurd zu Gast bei uns im Studio.

Eine junge Frau mit Trompete neben drei jungen Männern [Quelle: Edition Record Ltd , Dave Stapleton]
Laura Jurd's Dinosaur [Quelle: Edition Record Ltd , Dave Stapleton]

Konzerthinweis: Laura Jurd's Dinosaur

Unter den jungen Talenten des britischen Jazz nimmt sie eine besondere Position ein. Wer immer Laura Jurd in den letzten Jahren gehört hat, ist begeistert von ihren Fähigkeiten. Drei eigene Alben hat die Trompeterin inzwischen aufgenommen. Das jüngste ist eine Produktion mit ihrer langjährigen „working band“. Dinosaur nennt sich das Quartett mit Elliott Galvin (Keyboards), Conor Chaplin (Bass) und Corrie Dick (Schlagzeug). Allerdings wird ihr Name in Ankündigungen oft vorangestellt. Schließlich ist Laura Jurds Trompete die herausragende Stimme. Und Jurd schreibt sämtliche Stücke.

Das Gespräch zum Nachhören:

Sie liebt es zu improvisieren, und das tut sie mit der Trompete. Laura Jurd ist auf Tour mit ihrer Band Dinosaurs. Im Nordwestradio erzählt die 27-Jährige, wie sie zum Jazz kam und was er für sie bedeutet.

Autor/-in: Kristin Hunfeld
Länge: 9:25 Minuten
Datum:
Sendereihe: Online | Radio Bremen

Zeitgemäßer Rock-Jazz-Kurs

Der Bandname ist eine Referenz an den Kollektivgeist – nicht von ungefähr lautet der Albumtitel "Together, As One". Vier Freunde müsst ihr sein – im Falle dieses Quartetts hat das tatsächlich zu einem besonders dicht gewobenen, dynamischen Sound geführt, in den auch elektronische Klangelemente einfließen. Dinosaur befinden sich auf einem zeitgemäßen Rockjazz-Kurs, der viel Raum lässt für kompositorische und improvisatorische Phantasien – und für die Ausdruckskraft der Leaderin. Die zeigt auch in lyrischen Passagen ein außerordentliches Gespür, ihr Spiel bekommt dann zeitweise etwas Sangliches.

Beeindruckende Jazz-Karriere


Laura Jurd stammt aus Medstead, einem kleinen Ort in Hampshire südwestlich von London. Als kleines Mädchen verbrachte sie viel Zeit am heimischen Klavier. An der Grundschule kam die Trompete dazu. Die erklang bald in allen erdenklichen Schulbands. Inzwischen war Laura Jurd Jazzfan, interessierte sich aber nicht nur für die Klassiker, sondern ebenso für das New Jazz-Geschehen in England. Seit 2010 tummelt sich Jurd in der Londoner Szene. Anfangs wurde die zurückhaltende junge Frau durchaus mal unterschätzt, denn Show-Posen und rigoroses Vorpreschen waren nie ihre Sache. Mittlerweile ist sie international unterwegs. In Bremen trat Dinosaur erstmal im Frühjahr 2016 bei der Jazzahead auf, der großen Jazzmesse. Eine weitere Stufe einer schon jetzt beeindruckenden Jazzkarriere.

Dies Thema im Programm: Nordwestradio, 18. Mai 2017, 16:10 Uhr

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