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CD-Tipp

Twenty Twenty

Zwanzig Songs für zwanzig Jahre

9. Februar 2017

Dieser Mann hat was geleistet in seinem Leben. Bekannt geworden Ende der 80er Jahre mit seiner Band Jeremy Days, die für einen kurzen Moment der Pop-Geschichte am internationalen Ruhm schnuppern durfte, hat Dirk Darmstaedter danach immer weitergemacht. Nun hat er ein neues Album veröffentlicht.

CD-Cover: Twenty Twenty [Quelle: Beg Steal & Borrows]
Dirk Darmstaedter: Twenty Twenty [Quelle: Beg Steal & Borrows]

Sein Motto

„Da draußen existiert ein Bedürfnis nach Musik, die wahrhaftig ist, die man geradezu anfassen und spüren kann.“ Mit seinem neuen Album hält er jetzt also die Rückschau auf diese beiden Jahrzehnte als Solo-Künstler. Um es gleich vorweg zu sagen: Auch ich war Ende der 80er Jahre ein Fan der Jeremy Days und Songs wie "Brand new toy" oder "Julie thru the blinds" – wie so viele damals, die sich durch diese Band vielleicht so einen kleinen Kontrapunkt zur Hegemonie der angelsächsischen Popmusik erhofften.

Von den Jeremy Days zu Me & Cassity

Hat sich dann aber nicht bewahrheitet, weil die Plattenindustrie in ihre erste große Krise geriet und die kleineren Acts als erste zum Opfer der Einsparungspolitik wurden. Warum diese Vorrede? Weil der Mann, der den Sound der Jeremy Days mit seiner Stimme entscheidend geprägt hatte, mitnichten die Flinte ins Korn warf und seine Gitarre enttäuscht in die Ecke stellte – sondern einfach weitermachte, zunächst unter dem Namen Me & Cassity.

Live im Studio

Dirk Darmstaedter ist am Freitag, 17. Februar von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr Co-Moderator von Kristin Hunfeld im Nordwestradio.

Auch wenn das im ersten Moment fast wie eine Kritik klingen mag: Im Grunde hat sich Dirk Darmstaedter in all den Jahren kaum verändert. Sein Markenzeichen war und ist eine charmante, vielleicht manchmal melancholische, aber immer positiv gestimmte Pop-Musik, die nicht die großen, weltbewegenden Themen abhandelt, sondern Alltags-Beobachtungen und kleine Geschichten transportiert und diese meist in sehr eingängige Melodien verpackt.

"Twenty-Twenty" ist die Werkschau eines Mannes, der gar nicht anders kann. Einerseits ein Blick zurück auf produktive 20 Jahre, aber der einzig neue Song "Sonny & Cher" ist wohl auch so etwas wie ein Versprechen, dass diese Kompilation nicht das Ende einer jetzt schon beeindruckenden Karriere ist.

Dirk Darmstaedter: Twenty Twenty [3:43 Minuten]

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