Nachrichten

Home Nachrichten Land & Leute

Deutscher Städtebaupreis

Zwei Auszeichnungen gehen nach Bremen

16. September 2016, 11:07 Uhr

Zwei Bremer Projekte sind mit dem Deutschen Städtebaupreis 2016 ausgezeichnet worden: "Tarzan und Jane – ungewöhnlich wohnen", entwickelt von der Gewoba als Bauherrin und dem Hamburger Architekturbüro Spengler Wischoleck. Einen Sonderpreis bekam "Bremen – Wurst Case" der Zwischen-Zeit-Zentrale Bremen (ZZZ) auf dem Könecke-Areal in Hemelingen.

Deutsche Städtebaupreis

Seit 35 Jahren dient der Deutsche Städtebaupreis der Förderung einer zukunftsweisenden Planungs- und Stadtbaukultur. Er wird ausgelobt von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung und von der Wüstenrot-Stiftung gefördert. Mit dem Städtebaupreis werden Projekte prämiert, die sich durch nachhaltige und innovative Beiträge zur Stadtbaukultur auszeichnen. Der parallel ausgelobte Sonderpreis dient der Akzentuierung besonders dringlicher Handlungsfelder im Städtebau und in der Stadtplanung. Das Thema des Sonderpreises 2016 lautete "Soziale Impulse durch Städtebau – Urbane Kooperationen und neue Nachbarschaften".

Die Auszeichnungen wurden im Rahmen des 10. Bundeskongresses Nationale Stadtentwicklungspolitik in Hannover überreicht. Bremens Bausenator Joachim Lohse (SPD) sagte: "Die Gewoba hat sich diese Auszeichnung für ihr bundesweit beachtetes Engagement im innovativen Wohnungsbau sehr verdient!" Lohse zeigte sich auch über die Anerkennung für die Zwischen-Zeit-Zentrale für ihr "kreatives Wirken bei der Stadtteilentwicklung in Hemelingen" erfreut.

In den Erläuterungen der Jury steht unter anderem: "Das Projekt 'Tarzan und Jane' zeigt beispielhaft auf, wie Siedlungen der 1950er- und 1960er-Jahre, die nach dem Leitbild der gegliederten und aufgelockerten Stadt gebaut wurden, mit kostengünstigem, qualitätsvollem Wohnungsbau aufgewertet werden können." Das andere Projekt sei offen für viele Initiativen: "Bremen – Wurst Case‘ ist eine Zwischennutzung in einer aufgegebenen Wurstfabrik der Firma Könecke in Hemelingen. Das Areal, das aus mehreren Gebäudekomplexen besteht, ist zu großen Teilen ungenutzt. 1.200 der insgesamt 49.000 Quadratmeter großen Fläche werden von Kreativen genutzt. Im Erdgeschoss des ehemaligen Verwaltungsgebäudes gibt es eine Fahrradwerkstatt, in der auch geflüchtete junge Menschen arbeiten.

Nachrichten