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Prozess um Honorarzahlungen

Anklage fordert Bewährung für Insolvenzverwalter

19. April 2017, 16:35 Uhr

Im Prozess gegen den Bremer Insolvenzverwalter Uwe Kuhmann haben Staatsanwalt und Verteidiger am Landgericht Aurich ihre Schlussplädoyers gehalten. Kuhmann wird vorgeworfen, beim Insolvenzverfahren einer ostfriesischen Baufirma wegen unvollständiger Angaben mindestens 148.000 Euro Honorar zu viel verlangt zu haben.

Für den Bremer Insolvenzverwalter Uwe Kuhmann geht es wohl um die berufliche Existenz. Seit Anfang des Jahres steht er vor dem Landgericht Aurich. Der Vorwurf: schwerer Betrug. Heute hat die Staatsanwaltschaft verkündet, welche Strafe sie für den Juristen fordert.

Autor/-in: Uwe Wichert
Länge: 1:28 Minuten
Datum: Mittwoch, 19. April 2017
Sendereihe: Online | Radio Bremen

Anklage fordert Bewährung für Insolvenzverwalter

Die Staatsanwaltschaft fordert sechs Monate Haft auf Bewährung. Außerdem soll Kuhmann eine Geldstrafe von 80.000 Euro zahlen. Der Staatsanwalt geht von schwerem Betrug aus. Kuhmann habe bei seinem Honorar für das vorläufige Insolvenzverfahren der ostfriesischen Baufirma "Bohlen und Doyen" Leistungen in Rechnung gestellt, die er nicht selbst erbracht habe.

Bereits Honorar zurückgezahlt

Bauunternehmen Bohlen & Doyen [Quelle: Radio Bremen]
Der Streit dreht sich um Honorare im Zusammenhang mit dem Bauunternehmen "Bohlen und Doyen".

Die Verteidigung fordert dagegen Freispruch. Kuhmann habe alles korrekt abgerechnet, so der Verteidiger. Der Bremer Insolvenzverwalter musste bereits vor einiger Zeit einen großen Teil seines Honorars von rund 14,5 Millionen Euro zurückzahlen. Das Landgericht Aurich hatte bereits das Honorar damals als deutlich zu hoch eingestuft.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 19. April 2017, 17 Uhr

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