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Fahrerflucht in der Bremer Vahr

Staatsanwalt fordert knapp sechs Jahre Haft

17. März 2017, 13:00 Uhr

Fünf Jahre und neun Monate Haft fordert die Staatsanwaltschaft im Bremer Fahrerflucht-Prozess. Sie wirft dem Angeklagten vor, bei Rot über eine Kreuzung gefahren und einen jungen Fußgänger erfasst und schwer verletzt zu haben. Nach Ansicht der Anklage handelt es sich dabei um eine versuchte Tötung. Die Verteidiger gehen von fahrlässiger Körperverletzung aus. Dafür dürfe es nur eine Bewährungsstrafe geben.

Der Angeklagte im Gerichtssaal. [Quelle: Radio Bremen, Christina Fee Moebus]
Seit Ende November steht der 27-Jährige vor Gericht. [Quelle: Radio Bremen, Christina Fee Moebus]

Erst in der vergangenen Woche hatte der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Sein monatelanges Schweigen hatte er damit begründet, dass sein ehemaliger Verteidiger ihn so beraten hätte.

Im Juni 2016 hatte der 27-Jährige in der Bremer Vahr einen Schüler angefahren. Trotz roter Ampel soll er mit seinem Auto und einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern in der Stunde auf eine Kreuzung gefahren und den Jungen erfasst haben. Der 13-Jährige wurde rund 15 Meter durch die Luft geschleudert und lebensgefährlich am Kopf verletzt. Ohne dem Jungen zu helfen oder den Rettungsdienst zu alarmieren, soll der Autofahrer nach kurzem Stopp weitergefahren sein.

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